Ilfelds Geheimnis in der Krypta der Neanderklinik soll kunsthistorisch geklärt werden, kündigt der Heimatforscher Tim Schäfer an. Die Ilfelder Krypta stand mit der Neanderklinik im Licht der Geschichte zum Tag des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag in Harztor.

Neanderklinik
In der Krypta der heutigen Neanderklinik in Ilfeld existiert diese Grabplatte eines unbekannten Ritters.© Tim Schäfer

Gut besucht war ein Vortrag zum Thema: die kunsthistorische Aufklärung zur Grabplatte des „unbekannten Ritters“. Die Thüringer Denkmalpfleger in Weimar seien bereits einbezogen, berichtet Schäfer. „In einer digitalen, leider nur bedingt gelungenen Erfassung des altlateinischen, verwitterten Textes kann das Wort ‚comes‘ Graf bedeuten“, erklärt Schäfer. „Mithin es sich also folglich um einen Grafen von Ilfeld handeln kann.“

Weiteres Vorgehen soll jetzt ausgelotet werden

Über eine Kunsthistorikerin der Universität Jena sollen Optionen zum weiteren Vorgehen ausgelotet werden. Ziel sei es, dieses Geheimnis für Ilfeld zu lüften.

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Zur Geschichte des alten Ilfelder Marienklosters waren am Sonntag Bezüge zu den Regeln im Kloster, dem Wirken der ersten Äbte mit Vromhold oder Johannes von Nordhausen zu erfahren.

Das Ilfelder Kloster avancierte unter dem Prämonstratenser Orden zu einem überregional bedeutenden Zentrum, wurde sozusagen eine überregionale Hauptverwaltung, die sieben Prämonstratenser- und 16 Prämonstratenserinnenstifte von Ilfeld aus betreut hat. Die Ordensbrüder lebten ein Leben, das aus Gebet und Meditation sowie aus der Betreuung und Unterstützung von Menschen außerhalb des Klosters bestand. Ein Hospital in Ilfeld wurde bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts begonnen.

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red