Der Krankenstand im Kreis Nordhausen ist im ersten Halbjahr 2024 höher als 2023, berichtet Andrea Fischer, Leiterin des regionalen Servicezentrums der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach sei dieser von 7,1 auf 7,7 Prozent gestiegen. Er habe über dem landesweiten Durchschnitt für Thüringen von 6,5 Prozent gelegen.

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Von Januar bis Juni 2024 sei jeder Beschäftigte im Kreis Nordhausen durchschnittlich rund 14 Tage krankgeschrieben gewesen, erklärt Fischer. Das sei „alarmierend“, meint sie, und sollte „auch ein Weckruf für die Arbeitgeber“ sein.

Die Fachfrau sagt: „Wer die Gesundheit seiner Beschäftigten schützt, stärkt auch die Leistungsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens. Eine Antwort auf die Fehlzeiten könnte ein verstärktes betriebliches Gesundheitsmanagement sein.“ Die meisten Ausfalltage gingen im ersten Halbjahr auf das Konto von Krankheiten des Atmungssystems mit 280 Fehltagen je 100 Versicherte. Dahinter kamen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 278 Fehltagen, gefolgt von psychischen Erkrankungen, wie Depressionen oder Anpassungsstörungen, auf Rang drei mit 151 Fehltagen je 100 Versicherten.

Nordhausen: Auch Hitze ist ein Thema am Arbeitsplatz

Laut DAK-Studie habe es beim Krankenstand auch Auffälligkeiten in heißen Sommerwochen gegeben. Die DAK-Gesundheit habe gemeinsam mit dem IGES-Institut in Berlin die Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit der Beschäftigten untersucht und dafür eine repräsentative Forsa-Befragung beauftragt. Demnach sind 23 Prozent der Beschäftigten während der Arbeit bei Hitze stark belastet.

Die DAK-Gesundheit hat nach eigenen Angaben 7000 Versicherte in den Landkreisen Nordhausen und Kyffhäuser.

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red