Die Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Schienenverkehrs wächst auch im Südharz. „Ohne wesentliche Verbesserungen“ gehe der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) am Sonntag in das neue Fahrplan-Jahr, beklagt Gerd Aschoff, Regionalchef des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

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Es fehle erneut, meint Aschoff, die Perspektive für eine umfassende und nachhaltige Verkehrswende. „Insgesamt bleibt das Angebot konstant. Das mag man als Pluspunkt werten, weil es zu keinen Abbestellungen kommt, einen ernstzunehmenden Fortschritt sehen wir aber nicht“, so Aschoff. Auf der Regionalbahn 80 zwischen Nordhausen, Herzberg, Northeim und Göttingen seien aus Fahrgastsicht die Züge nach wie vor viel zu kurz.

Es fahren mit dem Deutschland-Ticket und den günstigen Fahrpreisen im Verbund spürbar mehr Fahrgäste als früher, so dass die Kapazitäten nicht ausreichen, kritisiert Gerd Aschoff.

Unbeachtet geblieben sei die beständige Forderung des Verbandes, einen „Schildbürgerstreich“ zwischen Nordhausen und Göttingen zu beenden. Der Frühzug von Nordhausen über Herzberg und Northeim nach Göttingen nimmt erst ab Ellrich (4.58 Uhr) Fahrgäste auf. Aschoff hat überhaupt kein Verständnis dafür: „Da der Zug ab Nordhausen fährt, muss er auch für Fahrgäste geöffnet werden.“

Auch die Direktverbindung von Göttingen über Northeim zum PS-Speicher Einbeck müsse aufgewertet werden.

Eine positive Meldung hat Pro Bahn dennoch: Der Verkehrsverbund Südniedersachsen verzichtet abermals auf eine Fahrpreiserhöhung. Während andere Regionen ihre Tickets deutlich verteuern, bleiben die Preise in Südniedersachsen unverändert günstig, besonders auf längeren Strecken. Der Verband hebt das Fünf-Euro-Ticket und die Gruppenkarten besonders hervor. Lediglich in Göttingen gibt es eine moderate Anpassung.

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red