Ob ein Leben kommt oder ein Leben geht, es sind Momente, die bewegen. Sie bleiben in Erinnerung. Doch die Gedächtniskraft lässt nach. Die Bilder im Kopf verblassen.

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Gipskunst kann helfen und Andenken schaffen für die Ewigkeit. Ob die Hand der geliebten Mutter, das Füßchen der neugeborenen Tochter oder die Nase des Familienhundes.

Die eigenen Kinder sind Quelle der Inspiration

Lisa Wilbikaitis-Pohl ist seit ihrer Kindheit gern kreativ. Malen, kneten, basteln - die Hände folgen ihrer Fantasie. Aus dem langjährigen Hobby resultiert ihr Erfahrungsschatz. Jetzt - mit 34 - wagt sie den mutigen Schritt, aus ihrem Freizeitinteresse einen Beruf zu machen. „Ich begebe mich aufs nächste Level“, sagt sie und lächelt. Fotografie und Gipskunst bietet sie als Dienstleistung an.

Lisas Uropa stammt aus Litauen. Ihre eigenen Wurzeln liegen in Norddeutschland, aufgewachsen ist sie in Bayern. Aus Liebe findet sie den Weg in den Kreis Nordhausen und zunächst eine neue Heimat in Niedersachswerfen. Heute wohnt sie in Woffleben.

Als ihr Sohn Johannes vor acht Jahren unterwegs ist, entdeckt sie ihren Faible für Gipsabdrücke. Sie fertigt diese für sich selbst an und denkt sich: „Das wäre auch was für andere.“ Doch der Gedanke bleibt theoretisch. Die Idee kehrt erst intensiver zurück, als vor anderthalb Jahren Töchterchen Jenna das Familienglück ergänzt.

Gipskunst
Auch Handabdrücke von Jung und Alt sind eine Geschenk-Idee.© Lisa Wilbikaitis-Pohl

Lisas Berufsweg ist zweigleisig. Für die Firma Babysmile fertigt sie Aufnahmen von Neugeborenen an, vor allem im Südharz-Klinikum. Daheim verwandelt sie immer wieder Teile ihrer Wohnung zum Gipskunst-Atelier. Ihre Abdrücke sind vielfältiger Art: Brust und Bauch von Schwangeren, Hände und Füße von Jung bis Alt - einzeln oder paarweise, aber auch Tierpfoten und -nasen. Jedes Werk ist ein Unikat.

Ihre Arbeit ist detailverliebt. Bei der farblichen Gestaltung folgt sie eigenen Ideen, geht aber ebenso auf Wünsche ihrer Kunden ein. Der Lack veredelt das Werk und schützt es zugleich. Ob stehend oder hängend - das Ergebnis ist auf jeden Fall dekorativ.

Für ihre Fotoshootings wählt sie besondere Orte. Vom Kloster Walkenried über die Ellricher Hospital-Kapelle bis zu den Bielener Kiesgewässern. „Es gibt so viele schöne Ecken im Südharz“, schwärmt die Künstlerin.

Klappern gehört zum Handwerk. Deshalb hat Lisa erste Flyer drucken lassen, ist in den sozialen Netzwerken aktiv und auf Messen präsent - wie im kommenden März auf Thüringens großer Hochzeitsmesse in Erfurt. Wenn die Zahl der Kunden mit Lisas Menge an Ideen Schritt hält, dann könnten all ihre Berufsträume in Erfüllung gehen. Der Start ist vielversprechend.

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