„Unsere Schwalben sind wieder da“, freut sich Wilfried Forst (86). „Am Morgen – pünktlich beim Öffnen der Türen unseres Pferdestalls – sausten zwei Paar Schwalben im Sturzflug hindurch, mit fröhlichem Gezwitscher“, berichtet er.

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Augenscheinlich nehmen sie Besitz von ihren vorjährigen Nestern. Diese ersten Schwalben sind offenbar die Vorboten, die Schnellsten. Denn in den vergangenen Jahren waren es zumeist zwölf Paare, die in dem Stall auf der Forst-Farm in Herreden ihr Sommerzuhause gefunden hatten.
Die Menschen sollten all die natürlichen Dinge mehr wahrnehmen.
Wilfried Forst, Nestor der Forst-Farm in Herreden
„Schwalben gehören zu den Frühlingsboten sowie auch unsere Hühner- und Entenküken, die jungen Tauben, viele kleine Kälber sowie die ersten Fohlen und die kleinen Thüringer Waldesel“, erklärt Wilfried Forst. Es sei nun „eine wunderschöne Zeit, die wir sehr genießen“. Wenngleich das Aufblühen der Natur für alle Landwirte auch mit viel Arbeit verbunden ist. Beispielsweise beim Bau von Weideanlagen, „damit die lieben Tiere so natürlich, wie möglich einen Großteil des Jahres verbringen können“.
„Die Menschen sollten all die natürlichen Dinge mehr wahrnehmen, sich darüber freuen und den täglichen Frust dieser Welt außer acht lassen“, wünscht sich Wilfried Forst.
Seit einem Vierteljahrhundert besteht die Farm der Familie
Seit April 1998 betreibt die Familie ihre Forst-Farm. Wilfrieds Tochter Diana leitet den Tierzuchtbetrieb. Der 86-Jährige blickt voller Stolz auf das Geschaffene. Was seine Diana als Unternehmerin geleistet hat, sei enorm. Gelungen sei ihr all das nur mit viel Fleiß und Hingabe, mit unermüdlichem Schuften.
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Die Forst-Farm ist in erster Linie ein Landwirtschaftsbetrieb – mit Tierzucht, Landschaftspflege und Eigenvermarktung. Keine Massenproduktion, nur Hausgemachtes. Auch der Agrartourismus hat längst Einzug gehalten – mit Ferienwohnung und Heuhotel. Und aus all dem ragt heraus: Die Farm ist ein Arche-Park. Beurkundet seit 2015 – als erster Landwirtschaftsbetrieb in Thüringen. Familie Forst züchtet nur Nutztiere, die vom Aussterben bedroht sind.
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Als „größten Akt“ bezeichnet Wilfried Forst das Harzer Rotvieh – 1991 mit zwei Tieren begonnen. Weitere Zuchterfolge stehen dem kaum nach: ob Thüringer Kaltblutpferde, Deutsche Sattelschweine, Thüringer Waldesel, Leineschafe, Thüringer Waldziegen oder seltene Geflügel von Deutschen Legegänsen bis Thüringer Barthühnern. jf





