Louis Illiger gibt alles, was in ihm steckt. Der 20-Jährige aus Hörningen hat ein großes Ziel vor Augen, als er am Sonntag beim 23. Ellricher Stadtwaldlauf an der Startlinie steht. Er möchte zum dritten Mal in Folge die Königsdisziplin dieses Laufsport-Events – das Rennen über 10,3 Kilometer – gewinnen. Louis ist gut unterwegs. Er meistert die anspruchsvolle Strecke über den Pfaffenborn hinauf bis zum Kaiserblick mit den insgesamt 228 Höhenmetern. Auch die knifflige Bergab-Passage bringt ihn nicht aus dem Tritt.

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Als Louis die Ziellinie am Sportplatz überquert, ist er zweieinhalb Minuten schneller als 2023 und zwei Sekunden besser als im Vorjahr. Eine großartige Leistung, aber sie reicht diesmal nicht zum Sieg. Ihm bleibt nicht einmal ein Platz auf dem Podest. Er muss sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Der Stadtwaldlauf ist so stark wie seit Jahren nicht. Schon die Teilnehmerzahl ist mit 295 beeindruckend und zugleich eine neue Bestmarke seit Ellrichs Rückkehr in den Laufkalender. Doch das Feld der Volksläufer überzeugt nicht nur mit Masse, sondern ebenso mit Klasse. Das beweisen alle Siegerzeiten.

Eine bessere Belohnung für die tolle Arbeit der Organisatoren kann es nicht geben. Auch in diesem Jahr ist es dem Laufchef Fabian Karnstedt und seinen Mitstreitern vom VfL 28 Ellrich sowie von der Ellricher Oberschule gelungen, für die Teilnehmer sehr gute Rahmenbedingungen zu schaffen.

Zwei Männer aus Sondershausen dominieren die beiden Hauptrennen. Sebastian Kestler gewinnt über 10,3 Kilometer. Er benötigt für den niveauvollen Kurs nur 39:01 Minuten. Als Zweitbester beendet Samu Fynn Uhde aus Bad Gandersheim den Lauf. Er liegt 37 Sekunden hinter dem Sieger. Sebastian Hartmann aus Hesserode – im Vorjahr Zweiter hinter Louis Illiger – kommt mit einer Laufzeit von 39:57 Minuten als Dritter ins Ziel. Der Nordhäuser Marco Nebelung (41:17 min) darf sich über den fünften Rang freuen.

Bei den Frauen sind die Ellricher glücklich über einen Heimsieg. Marie Helene Weigelt (47:06 min) ist die Schnellste. Die Sondershäuserin Dana Kestler fügt der Familienbilanz nach dem Sieg ihres Ehemannes noch eine Silbermedaille hinzu. Den dritten Platz erkämpft sich Alexandra Krist aus Nordhausen.

In der weiblichen Konkurrenz über 5,3 Kilometer triumphiert ein Talent aus dem Eichsfeld. Freya Beykirch (Jahrgang 2014) aus Rüdigershagen gewinnt vor Adele Szumodalsky (Streckensiegerin 2023) und Stefanie Karnstedt aus Nordhausen.

Für die schnellste Zeit über 5,3 Kilometer sorgt der Sondershäuser Christian Hommel mit 19:26 Minuten. Kurioserweise ist dies exakt die Siegerzeit des Vorjahres von Lukas Günther (ebenfalls aus Sondershausen). Um 30 Sekunden muss sich Jens Peter aus Nordhausen geschlagen geben. Auf den dritten Rang läuft der Nordhäuser Timon Rotter (20:19 min), der damit seine Platzierung des vergangenen Jahres wiederholt.

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Im 1,5-Kilometer-Rennen sind zwei Mädchen aus Nordhausen die Schnellsten. Lea Festa (Jahrgang 2013) gewinnt mit einer starken Zeit von 5:33 Minuten vor Lisanne Skara (2014), die mit ihren 5:54 Minuten den besten Jungen – den Nordhäuser Anton Böhme (6:00 min) – auf den dritten Platz verweist.