Schon vor dem Beginn herrscht reges Treiben in der Aula des Herder-Gymnasiums in Nordhausen. Bereits ab 16.30 Uhr wird eifrig geprobt. Die Instrumente werden gestimmt und die Tontechnik feinjustiert. Punkt 18 Uhr öffnen sich die Türen. Die zahlreichen Gäste, darunter Eltern, Großeltern sowie Schüler, nehmen erwartungsvoll ihre Plätze vor der Bühne ein.

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Schulleiter Andreas Trump begrüßt das Publikum und nimmt Bezug auf die heitere Wetterlage, die so gut zum Anlass passe wie das Programm des Konzerts selbst. Zugleich erinnert er an das stimmungsvolle Miteinander beim Adventskonzert vor fünf Monaten und spannt damit einen Bogen zwischen den beiden musikalischen Höhepunkten des Schuljahres.

Noch vor dem ersten Ton wird geklatscht. Denn der Chor wird allein für seinen Auftritt auf der Bühne herzlich begrüßt. Mit den Titeln „Only You“, „This Little Light of Mine“ und „The Lion Sleeps Tonight“ eröffnet das Ensemble das Frühlingskonzert auf schwungvolle Weise.

Mehrere Solisten sorgen für die Höhepunkte des Abends

Das Publikum ist vom ersten Moment an begeistert vom Gesang der Schüler, die von Max Adam am Klavier und Phileas Lindner an der Gitarre begleitet werden. Ein frühlingshaftes Hallo wird herzlich ausgesprochen von den beiden Moderatorinnen Maren Lüttich und Pauline Herzberg, die mit Charme und Leichtigkeit durch den Abend führen.

Ihre Moderation steht dieses Mal unter dem Motto Frühlingsbräuche aus aller Welt und führt unterhaltsam vom farbenfrohen indischen Holi-Fest bis zum rollenden Käserad, das im englischen Gloucestershire alljährlich todesmutige Teilnehmer den Hügel hinunterjagen. Zugleich erinnern sie daran, dass auch das Frühlingskonzert am Herder-Gymnasium längst zu einem liebgewonnenen Brauch geworden ist, und zwar zu einem, der die Schulgemeinschaft jedes Jahr aufs Neue zusammenführt.

Einen Höhepunkt des Abends setzen die Solisten, die mit beeindruckender Musikalität ihr Können präsentieren. So eröffnen Helene Müller und Sofia Wolf mit einer rhythmischen Rumba auf der Gitarre, während Emmi Kachel mit dem ausdrucksstark gespielten Akkordeon-Stück „Schwarze Augen“ das Publikum in osteuropäische Klangwelten entführt.

Herder-Gymnasium
Emmi Kachel entführt das Publikum mit ihrem ausdrucksstark gespielten Akkordeon-Stück „Schwarze Augen“ in osteuropäische Klangwelten.© Philipp Kugelmeier

Lotta Vopel lässt am Klavier mit „One Moment in Time“ eine gefühlvolle Ballade erklingen, die tief berührt. Mit besonderem Gespür für die Musik und unter höchster Konzentration präsentieren sich auch die klassischen Beiträge des Konzerts: Fatima Valiyeva und Helene Gruppe lassen Werke von Johann Sebastian Bach nacheinander auf der Violine und der Altblockflöte erklingen.

Ruhig und gefühlvoll präsentiert Jocelin Motzko – begleitet von Emilian Hertel am Klavier – das Publikum mit „Slipping Through My Fingers“. Für frischen Schwung, passend zum Frühlingsmotto, sorgen die Schüler der siebten Klasse mit ihrem fröhlichen Ukulelen-Ensemble.

Tristan Scherfling bringt mit dem Auftritt die Aula zum Beben

Eine nachdenklichere Stimmung bringt Lönna Otto auf die Bühne: Mit dem Titel Beifahrer von Ayliva verleiht sie dem Abend einen durchaus berührenden Moment. Ebenso gefühlvoll interpretiert Lina Kurch „For ever young“. Den spannenden Kontrast dazu liefert Max Pasternok, der mit zwei Songs der Alternative-Band Deftones die rockigen Töne des Abends anschlägt – und damit besonders die Fans härterer Klänge unter den Gästen begeistert.

Kurz vor dem Ende wartet das Konzert noch mit einer Überraschung auf: Tristan Scherfling schlüpft in die Rolle von DJ Ötzi, mit weißer Mütze und einem Grinsen im Gesicht, und bringt mit „A Mann für Amore“ nicht nur die Bühne, sondern die ganze Aula zum Beben. Mit leuchtenden Drumsticks, viel Rhythmus und Charisma animiert er das Publikum zum Mitklatschen und schließlich sogar zum Aufstehen.

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Für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement erhalten Sarah Schollmeyer und Irina Gemsa Blumensträuße als Dankeschön.© Philipp Kugelmeier

Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzt der Chor. Die Zusammenstellung des Konzertprogramms verdankt das Herder-Gymnasium auch in diesem Jahr der Chorleiterin und Organisatorin Irina Gemsa sowie allen im Hintergrund Mitwirkenden. Mit großer Hingabe, einem Gespür für musikalische Vielfalt und viel persönlichem Einsatz hat sie die Beiträge ausgewählt, aufeinander abgestimmt und den Gesang des Chors am Klavier begleitet.

Sarah Schollmeyer sorgt mit technischem Know-how und einem wachen Blick hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf. Für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement werden beide von den Moderatorinnen mit einem Blumenstrauß geehrt, begleitet von großem Applaus der Schulgemeinschaft.

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Der abschließende Applaus aber gilt nicht den Auftretenden, sondern richtet sich an das Publikum selbst: für seine Aufmerksamkeit, die mitgetragene Stimmung und die wertvolle Unterstützung, die viele Eltern für ihre Kinder auf dem Weg zur Bühne und darüber hinaus geleistet haben.