Die öffentliche Diskussion zur Zukunft des Walkenrieder Hofs und des ehemaligen Waisenhauses in der Nordhäuser Altstadt (unsere Zeitung berichtete) hält an. Die Stadtratsfraktion der SPD meint zu diesem Thema: „Gerade bei einem stadtbildprägenden und historisch so bedeutsamen Gebäude-Ensemble wie diesem ist es zwingend erforderlich, dass auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft SWG als Instrument kommunaler Stadtentwicklung in die Pflicht genommen wird.“
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Bereits in der Vergangenheit habe es in Nordhausen konkrete Überlegungen und Planungen gegeben. SPD-Fraktionschef Georg Müller meint: „Die Verantwortung für dieses Vorhaben liegt nicht nur in der Verwaltung, sondern auch maßgeblich beim Hauptgesellschafter, namentlich dem Oberbürgermeister selbst. Dieser kann und sollte seinen politischen Willen zur nachhaltigen Entwicklung der Altstadt hier auch deutlich zum Ausdruck bringen.“
Zudem bestehen reale Fördermöglichkeiten über die Städtebauförderung des Freistaats Thüringen, bei denen eine Förderung von bis zu 70 Prozent der Maßnahmenkosten möglich ist, erklärt Müller. „Diese Chance darf nicht ungenutzt bleiben.“
Enttäuscht ist der Sozialdemokrat von den jüngsten öffentlichen Äußerungen der CDU-Fraktion. Vor allem die verbalen Attacken auf Barbara Rinke haben einen bitteren Beigeschmack. Müller sagt dazu: „Ein Nachtreten gegenüber der 18-jährigen, erfolgreichen SPD-geführten Oberbürgermeisterschaft erscheint nicht nur unangemessen, sondern auch sachlich unbegründet.“
Das kulturelle Erbe unserer Stadt sollte man nicht parteipolitisch ausschlachten.
Georg Müller, Fraktionschef der SPD im Nordhäuser Stadtrat
Müller erinnert daran, dass gerade Christian Völkel (CDU) zu dieser Zeit selbst mitverantwortlicher Mitarbeiter für die Haushaltsaufstellung der Stadt war. „Die damalige Haushaltslage war angespannt – das ist unbestritten –, wurde aber von allen demokratischen Fraktionen im Stadtrat mitgetragen und mit großer Verantwortung bewältigt.“

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Die SPD ruft eindringlich dazu auf, „das kulturelle Erbe unserer Stadt nicht parteipolitisch auszuschlachten, sondern gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die der historischen Bedeutung des Ortes gerecht werden und die Zukunft des Quartiers sichern“.
Die Vorschläge von SPD und CDU zur Nutzung des Waisenhauses als künftiges Vereinshaus müssen dabei nicht in Konkurrenz stehen, sondern sollten als gemeinsames Anliegen verstanden und weiterentwickelt werden. Die SPD-Fraktion bietet der CDU ausdrücklich das Gespräch an, um hier in Einvernehmen voranzukommen.
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„Nur gemeinsam kann es gelingen, diesem bedeutenden Ort der Stadtgeschichte neues Leben einzuhauchen“, betont Müller, „als Kulturstandort, als Treffpunkt und als Symbol einer lebendigen Stadtgesellschaft.“ red





