Die Behandlung von Nierensteinen stellt auch am Nordhäuser Südharz-Klinikum eine bedeutende Herausforderung in der urologischen Medizin dar. Traditionelle Verfahren bieten aus Sicht des Krankenhauses zwar bewährte Lösungen, sind jedoch bei komplexen oder großen Steinen oftmals mit Einschränkungen verbunden.

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Die Einführung des Swiss Lithoclast Trilogy am Nordhäuser Südharz-Klinikum markiert einen weiteren Fortschritt in der urologischen Steintherapie. Durch die Kombination verschiedener Zertrümmerungstechnologien kann eine effektive, minimalinvasive Behandlung großer und komplexer Nierensteine realisiert werden, was die Patientensicherheit erhöht und die Genesungszeiten verkürzt.
Nach einer Operation sind viele Steine entfernt
In den letzten drei Wochen sind in dem Krankenhaus in Nordhausen die ersten beiden Patienten mittels des neu eingeführten Swiss Lithoclast Trilogy behandelt worden, berichtet Chefärztin Dr. med. Stephanie Schirrmacher. Dieses hochmoderne Gerät vereint Laser-, Ultraschall- und pneumatische Zertrümmerungstechnologien in einem System.
Die Kombination ermöglicht ab sofort die effiziente Zerkleinerung großer, teils die Niere vollständig ausfüllender oder multifokal befindlicher Steine. Das Verfahren basiert auf der mechanischen Pulverisierung der Steine, gefolgt von Absaugung. Das verspricht eine hohe Steinfreiheit bereits nach einer einzigen Operation. Ein entsprechendes Verfahren war in der hiesigen Urologie bis jetzt nicht möglich.
Mitarbeiter werden im Umgang mit dem Gerät geschult
Bei den behandelten Patienten handelte es sich um eine Frau und einen Mann, die jeweils Steine in der rechten und in der linken Niere hatten. Die Operationen bei den beiden Betroffenen dauerten jeweils mehr als 90 Minuten und stellten aufgrund der technischen Komplexität eine große Herausforderung dar. Unterstützung bei den Eingriffen erhielten die Nordhäuser Mediziner von Oberarzt Oscar Lemmer. Er ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der operativen Steintherapie. Der Oberarzt war extra aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier angereist.
Zur Erweiterung der Expertise plant die Klinik in den kommenden Wochen eine mehrtägige Weiterbildung für eine OP-Schwester und einen Oberarzt im Umgang mit dem Swiss Lithoclast Trilogy. Ziel dieser Fortbildung ist es, die Anwendung des Verfahrens, die Expertise und Erfahrung zu optimieren.
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Stephanie Schirrmacher geht davon aus, dass durch das neue Verfahren pro Jahr 20 Patienten operiert werden können.
red




