Die Mitglieder der SPD-Fraktion im Stadtrat von Nordhausen bedauern zutiefst die Absage des Lichterfestes auf dem Petersberg, das in diesem Jahr der Haushaltssperre des Oberbürgermeisters zum Opfer gefallen ist (wir berichteten). „Dieses traditionsreiche Fest war über viele Jahre hinweg ein verbindendes Element für Groß und Klein, ein fest verankerter Bestandteil des kulturellen Lebens und ein Lichtblick in herausfordernden Zeiten“, meint Fraktionschef Georg Müller.
Ein solches Vorgehen ist nicht nur demokratisch fragwürdig, sondern auch ein fatales Signal an die Bürgerschaft.
Georg Müller, Fraktionschef der SPD im Stadtrat von Nordhausen
Gerade jetzt, wo gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, wäre das Lichterfest ein starkes Zeichen gewesen – ein Licht am Horizont, so der Sozialdemokrat. Es habe sich als echter Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert und werde von vielen Bürgern schmerzlich vermisst.
Umso unverständlicher sei für die SPD-Fraktion, dass dieser tiefe Einschnitt in das soziale und kulturelle Leben der Stadt offenbar ohne vorherige Rücksprache mit den Gremien des Stadtrats, dem zuständigen Ausschuss sowie der zuständigen Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD) beschlossen wurde. „Ein solches Vorgehen ist nicht nur demokratisch fragwürdig, sondern auch ein fatales Signal an die Bürgerschaft“, sagt Müller. „Einschnitte erfolgen erneut auf dem Rücken der Menschen – und nicht dort, wo sie tatsächlich nötig wären.“
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Die SPD-Stadtratsfraktion fordert eine klare Neuausrichtung der Prioritäten: Statt sozialer Kürzungen brauche es mutige Schritte zur Effizienzsteigerung innerhalb der Verwaltung. „Nur so kann ein vielfältiges und gerechtes Leistungsangebot für die Menschen in Nordhausen langfristig gesichert werden“, meint Müller, „ohne auf bewährte Veranstaltungen wie das Lichterfest verzichten zu müssen.“ red


