Dem Landrat Matthias Jendricke (SPD) ist es in Nordhausen wieder einmal gelungen, mit einer Idee in der Region für Aufsehen zu sorgen. Sein Vorschlag, einen Betrieb der Rüstungsbranche in das seit vielen Jahren leerstehende Industriegebiet der Goldenen Aue zu locken, stößt vor allem im linken Teil der Südharzer Parteienlandschaft auf den erwartbaren Widerstand.

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„Wir lehnen diese Idee entschieden ab“, sagt Timo Traulsen, Kreisvorsitzender der Nordhäuser Linken. „Allein schon historisch betrachtet, darf Nordhausen nicht erneut Standort zur Herstellung von Waffen werden.“

Die Linken finden es „moralisch verwerflich, aus den Kriegen dieser Welt auch noch Geld verdienen zu wollen. Dass man nun mit dieser Idee um die Ecke kommt, weil man ansonsten scheinbar nichts für das Industriegebiet vorweisen kann, ist für uns eine Bankrotterklärung.“

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Die Städte Heringen, Nordhausen und auch der Landkreis Nordhausen selbst sind auf die Initiative der Linken hin Mitglieder in der weltweiten Organisation „Mayors for Peace“ geworden. „Jetzt hier aktiv für Rüstungsindustrie zu werben, führt diese Mitgliedschaft ad absurdum“, meint Traulsen.

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Nordhausens selbst gewählter Titel als Stadt des Friedens hat inzwischen eine mehr als 30-jährige Tradition und wurde immer wieder auch von der SPD bekräftigt. „Zumindest für uns als Linke ist das Auftrag und Überzeugung“, betont Traulsen. red