In Nordhausen und Umgebung gibt es bisher nur begrenzte Möglichkeiten für Eltern, ihre Kinder alternativ zu den traditionellen staatlichen Schulen beschulen zu lassen. Nach der Grundschule beschränkt sich die Wahl auf Regelschule oder Gymnasium. Doch nun gibt es Bestrebungen, das Angebot für weiterführende Schulen zu ergänzen – und das mit einer ganz besonderen Idee: Eltern der Montessori-Grundschule setzen sich dafür ein, dass bis zur 10. oder 12. Klasse nach den Montessori-Prinzipien gelernt werden kann.

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Montessori ist ein pädagogisches Konzept, das auf Selbstbestimmung, eigenständigem Lernen und individuellen Lernwegen basiert. Es hat sich in der Grundschule bereits bewährt und erfreut sich seit 26 Jahren großer Beliebtheit in Nordhausen. Viele Eltern, deren Kinder die Montessori-Grundschule besuchen, wünschen sich, dass diese Form des Lernens auch über die Grundschule hinaus fortgesetzt werden kann – bis zur 12. Klasse.

Es geht uns nicht nur darum, eine weitere Schulform zu etablieren, sondern den Eltern und Kindern eine echte Wahlmöglichkeit zu bieten.

Nina Gabriel, Sprecherin der Elterninitiative

Um den Bedarf und das Interesse an einer Montessori-Schule für die Mittelstufe zu ermitteln, haben Eltern der Montessori-Grundschule eine Umfrage gestaltet. Ziel ist es herauszufinden, wie viele Eltern von jüngeren Kindern und Grundschülern tatsächlich Interesse an einem solchen Bildungsweg haben.

„Es geht uns nicht nur darum, eine weitere Schulform zu etablieren, sondern den Eltern und Kindern eine echte Wahlmöglichkeit zu bieten“, erklärt Nina Gabriel, die Sprecherin der Elterninitiative. „Wir möchten eine Schule schaffen, die alternative Bildungswege eröffnet und die Individualität der Kinder in den Vordergrund stellt.“

Die Umfrage richtet sich an Eltern von Kindern im Grundschulalter und jenen, die noch nicht in die Schule gehen, um den Bedarf an einer weiterführenden Montessori-Schule zu prüfen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für weiterführende Gespräche mit Politik und Bildungsträgern bilden.

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Eltern, die an der Umfrage teilnehmen möchten, können dies über die Webseite der Montessori-Grundschule tun. Die Initiative ist ein weiterer Schritt, um die Schullandschaft in Nordhausen und dem Landkreis vielfältiger und zukunftsfähiger zu gestalten. „In Zeiten, in denen mehr und mehr Schulen zueinander in Konkurrenz treten müssen, könnte eine Montessori-Schule bis zur 10. Klasse ein wertvoller Baustein für die Bildung der kommenden Generation sein und die Stadt für Familien attraktiver machen“, meint Nina Gabriel. red