Hier ist Präzisionsarbeit gefragt. Der Mobilkran steht bereit und bringt das Fertigteil aus Stahlbeton an seinen Platz. Das Gewicht des Unterteils beträgt 40 Tonnen. Mit dem Oberteil kommen weitere acht Tonnen hinzu.

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Alles ist eng. Die bestehende Bebauung lässt wenig Spielraum. Es sei „eine Herausforderung“, sagt Lina-Marie Bielefeldt vom Tiefbau-Sachgebiet im Bauamt der Stadt Nordhausen. Die Oberleitungen quer über die Baugrube erschweren das Manöver. Und das enge Zeitfenster der Vollsperrung von 8.30 bis 12 Uhr verlangen von den ausführenden Fachleuten alles ab.
Es gelingt. Das Stahlbeton-Fertigteil ist in Hochstedt für das neue Durchlass-Bauwerk am Hochstedter Bach eingebaut worden.
Der vorherige Durchlass hatte zahlreiche Schäden. Bei einer Bauwerksprüfung waren diese entdeckt worden. Deshalb war ein Neubau notwendig. Nach der Auftragsvergabe durch den Hauptausschuss der Nordhäuser Stadtrates (Ende 2024) wurde das Bauwerk als Fertigteil im Betonwerk hergestellt. Es ersetzt nun am selben Standort den bestehenden Durchlass.
Baufirma aus Rottleberode führt den Auftrag aus
Baubeginn war Ende Juli dieses Jahres. Als Erstes wurde das alte Bauwerk abgebrochen, danach die Baugrube auf Endtiefe ausgehoben und die Baugrubensohle mit Grobschotter befestigt. Es erfolgte zur Vorbereitung des neuen Bauwerks der Einbau von Schotterpolster und Sauberkeitsschicht. Beim neuen Durchlass-Bauwerk handelt es sich um einen geschlossenen Rahmen in Stahlbeton-Fertigteilbauweise. Die lichte Weite (rechtwinklig) beträgt 1,90 Meter und die lichte Höhe 1,60 Meter.
Der vorhandene Durchlass wurde im Jahr 1989 errichtet. Er besteht aus einem Betonrohr sowie beidseitigen Stirnwänden aus massivem Beton. Das Bauwerk wurde zuletzt im Jahr 2020 einer einfachen Bauwerksprüfung unterzogen und mit der Zustandsnote 3,3 bewertet. Dabei wurden zahlreiche Schäden festgestellt.
Vor allem durch die Risse im Betonrohr, die vermutlich auf die zu geringe Erdüberdeckung des Rohres zurückzuführen sind, bestand dringender Handlungsbedarf. Außerdem war die unterstromseitige Stirnmauer marode und zerfallen. Aufgrund der vorhandenen Schäden war eine Instandsetzung des Bauwerkes nicht wirtschaftlich und sinnvoll.
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Ende 2024 wurde der Bauauftrag an die Buchmann-Bau GmbH in Rottleberode vergeben. Die Planung erfolgte durch das Ingenieurbüro Probst in Erfurt. Die Stadt Nordhausen investiert hier mehr als 162.000 Euro. red




