Dieses Verfahren ist nur an wenigen Zentren verfügbar – aufgrund des hohen technischen und personellen Aufwands. Doch im Südharz-Klinikum in Nordhausen gehört die MR-gestützte Prostata-Biopsie zur Standard-Diagnostik. Dabei wird Gewebe gezielt unter Sicht im MRT-Magneten direkt entnommen, um so letztlich den Verdacht auf einen Tumor zu erhärten oder zu entkräften.

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Diese Biopsie-Form ist vor allem dann sinnvoll, wenn zuvor andere (zum Beispiel ultraschallgestützt) ein nicht zum MR-Befund passendes Ergebnis ergeben haben und so trotz eines unauffälligen Biopsie-Ergebnisses immer noch ein Tumorverdacht besteht.
Sollte sich trotz eines solchen „Mismatch“ noch immer der Verdacht auf das Vorhandensein eines bösartigen Befundes bei den Medizinern der Urologischen Klinik und der Radiologie nicht gänzlich ausräumen lassen, so kann in Nordhausen seit drei Wochen eine robotergestützte Biopsie im MRT (Magnetresonanztomographie) vorgenommen werden. „Damit ist es uns nun möglich, noch gezielter nach einem Tumor zu suchen und ihn letztlich auch zu lokalisieren, so dass eine anschließende Therapie erfolgreich sein kann“, erklärt Professor Ansgar Malich, Chefarzt des Radiologischen Institutes am Südharz-Klinikum.
Ansgar Malich zählt den besten Ärzten im ländlichen Raum
Die Chefärztin der Urologie, Stephanie Schirrmacher, freut sich über die nun noch präziseren Ergebnisse und kann so mit ihrem Team die entsprechenden Therapieschritte einleiten und mit den Patienten besprechen. „Letztlich ist der Einsatz dieser neuen Technik auch ein weiterer Schritt in Richtung eines zertifizierten Prostata-Zentrums am Nordhäuser Klinikum”, betont die promovierte Medizinerin.
Im Südharz-Klinikum werden jährlich etwa 100 derartige Interventionen an Patienten vorgenommen, die von niedergelassenen Ärzten zur MR-Biopsie überwiesen wurden. Für diese und auch zahlreiche andere angebotene interventionelle Optionen wurde die Radiologie des Südharz-Klinikums – namentlich Professor Malich – wieder in die aktuelle Liste des „Stern“-Magazins für die besten Mediziner im ländlichen Raum aufgenommen. Dies geschieht auf Empfehlung anderer Ärzte und Patienten bei überregionalen Befragungen.
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Über diese Anerkennung freuen sich die Mitarbeiter im radiologischen Team sehr. Sie hoffen, auch künftig – unter den aktuell ja nicht einfachen Bedingungen des Gesundheitswesens in Deutschland – ihren Patienten eine hohe Qualität in radiologischer Diagnostik und interventionellen Verfahren anbieten zu können und so vielleicht auch kommende Kollegen von ihrer Abteilung überzeugen zu können. red




