Denkmalbeirat und Untere Denkmalschutzbehörde baten im Juni dieses Jahres die Öffentlichkeit in Nordhausen um Hinweise zu einem verschwundenen mittelalterlichen Kreuzstein am westlichen Stadtrand. Sein Verschwinden wurde der Denkmalschutzbehörde der Stadt und dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie gemeldet sowie bei der Landespolizei-Inspektion in Nordhausen angezeigt.

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Im August stellte die Kriminalpolizei fest, dass der Kreuzstein plötzlich wieder am Feldweg aufgestellt war – zunächst allerdings nicht am richtigen Standort. Der Bauhof der Stadt Nordhausen hat den Stein nun aber zum vorgesehenen Standort gebracht, berichtet ein Sprecher des Rathauses. Daneben lädt eine Bank alle Besucher und Wanderer zum Verweilen ein.
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Der Kreuzstein war bis zum Jahr 1959 Teil einer Steinkreuzgruppe, die am Weg von Nordhausen nach Hesserode stand. Mit der Errichtung einer militärischen Einrichtung der sowjetischen Streitkräfte auf dem Plateau des Berges war die Gegend für viele Nordhäuser tabu. Mitte der 1980er-Jahre waren sechs der Steinkreuze nicht mehr zu sehen.

Lediglich der Kreuzstein, auf dem mit roter Farbe das russische Wort Goda („Jahr“) gemalt war, lag am Fuße eines Erdhaufens. Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Junge Historiker“ der Ernst-Thälmann-Schule stellten den Kreuzstein im Jahre 1987 mit Hilfe der LPG Hesserode am Feldweg von der B 243 zum Holungsbügel wieder neben einer Baumgruppe auf. red




