Der Wasserverband (WVN) Nordhausen hat vor knapp einem Jahr mit dem Bau des neuen Hochbehälters „Haardt“ den Startschuss für ein Großprojekt gegeben. Inzwischen ist von der Baustelle und den riesigen Behältern nicht mehr viel zu sehen. „Alles was noch bleibt, ist die Hebel umzulegen und das neue Wasser für Niedersachswerfen zu mischen“, sagt WVN-Geschäftsführerin Carmen Lis. Die letzte Bauphase wurde jetzt eingeleitet.

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Der Wasserverband hat sich daran gemacht, mit dem Bau des Hochbehälters die Wasserversorgung des nördlichen Landkreises Nordhausen maßgeblich neu zu strukturieren.
„Bisher bezog man in Niedersachswerfen das Trinkwasser aus dem Brunnen in der Teichstraße. Das ist gutes Wasser für Mensch und Tier, aber geologisch bedingt weist es zu hohe Sulfatwerte auf. Der neuen Gesetzeslage nach mussten wir Abhilfe schaffen, und die leistet der neue Hochbehälter“, erläutert Lis.
„Wir mischen hier das harte Brunnenwasser aus der Teichstraße mit deutlich weicherem Wasser, das aus Ellrich kommt. Das Ergebnis ist qualitativ hochwertigeres Wasser für Niedersachswerfen“, so Lis weiter.
Die Reinigung und Befüllung der vier Haardt-Behälter ist in den vergangenen Tagen bereits erfolgt, die Verlegung der nötigen Leitungen größtenteils abgeschlossen. Kommende Woche will man mit dem Mischen der beiden Wasser und damit einhergehend auch mit der Versorgung beginnen.
Sulfatgehalt soll deutlich sinken
„Der Sulfatgehalt wird deutlich sinken, und die Druckverhältnisse bleiben die gleichen, soviel ist sicher. Das Wasser wird weiter fließen wie gewohnt. Die konkreten Werte werden wir aber erst kennen, wenn die genauen Mischverhältnisse eingestellt wurden und wir Proben analysieren konnten“, sagt Lis. Die gewonnenen Daten werde man sukzessive auf der Internetseite des Wasserverbandes veröffentlichen.
„Für den Endverbraucher sollte sich im Alltag wenig merklich ändern. Aber für uns als Verband ist das eine große Umstellung. Wir haben wirklich einfach ein neues Wasser“, sagt Lis.
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Für den Wasserverband erfreulich: Das komplexe Bauprojekt mit Gesamtkosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro liegt voll im Zeitplan. Gegen Ende des Jahres rechnet man mit dem Abschluss aller Arbeiten. Auch die Modellierung und Wiederherstellung der Oberflächen am Behälter soll bis dahin abgeschlossen sein, so dass von der Großbaustelle bald nicht viel mehr als ein grüner Hügel zu sehen sein wird.
red




