Nach der vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) am 24. Oktober erteilten Erlaubnis zur Lithium-Aufsuchung durch die ESSO Deutschland GmbH im Erlaubnisfeld „Thüringen-Nord“, zu dem auch Teile des Landkreises Nordhausen gehören, meldet sich nun der BUND Thüringen zu Wort. Mit deutlicher Kritik und klaren Forderungen.
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„Bergbau ist immer ein Eingriff in die Natur. Egal ob über oder unter Tage“, warnt Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Wenn in Nordthüringen tatsächlich nach Lithium gesucht wird, müssen Umweltrecht, Kreislaufwirtschaft und der Schutz der Bevölkerung von Beginn an oberste Priorität haben.“
„Lithium ja – aber bitte richtig“
Lithium sei zweifellos ein zentraler Baustein für die Energiewende, betont der Umweltverband. Doch die Herkunft dieses „weißen Goldes“ dürfe nicht auf Kosten der Natur gehen. „Die Energiewende darf keine neuen Umweltprobleme schaffen“, so König. „Deshalb brauchen wir eine umweltverträgliche Primärgewinnung, gekoppelt mit einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.“
Der BUND fordert, dass Akkus langlebiger und leichter wiederverwertbar gestaltet werden. „Parallel zum Aufbau eines Lithium-Pools müssen wir endlich in geschlossene Stoffkreisläufe investieren“, erklärt König. Nur so ließen sich neue Bergbauflächen und zusätzliche Belastungen für Mensch und Natur vermeiden.
Forderung nach klaren Regeln und Mitbestimmung
Der BUND Thüringen verweist auf erfolgreiche Beispiele ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft in Deutschland. An diesen müsse sich auch ESSO messen lassen. Der Verband fordert die Landesregierung auf, Unternehmen gesetzlich zu verpflichten, konkrete Konzepte zur Wiederverwertung von Rohstoffen und Nebenprodukten vorzulegen.
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Darüber hinaus verlangt der BUND eine frühzeitige Einbindung von Umweltverbänden in alle weiteren Planungs- und Genehmigungsschritte: „Nur wenn wir von Anfang an mit am Tisch sitzen, kann gewährleistet werden, dass Natur, Klima und Menschen gleichermaßen geschützt werden“, so König abschließend.
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