Eigentlich sind diese Langstrecken-Wanderungen nach Halle seit 20 Jahren Routine für Bodo Schwarzberg. Dennoch habe jede dieser Touren ihren ganz eigenen Charme, meint der Wanderleiter. So auch die mittlerweile 54. Ausgabe der Wanderung von Nordhausen nach Halle an der Saale.

Auf rund 24 Stunden sind diese langen Wanderungen eine Auszeit vom Gewohnten.

Bodo Schwarzberg, Wanderleiter der Südharz-Hunderter

Neun Teilnehmer – neun Finisher. Alle Starter vom Nordhäuser Hauptbahnhof erreichten das von ihnen gewünschte Ziel: Zwei wanderten bis nach Uftrungen über 18 Kilometer, eine Teilnehmerin beendete die Wanderung nach 30 Kilometern in Questenberg und fünf nach 100 Kilometern am S-Bahnhof in Halle-Nietleben. Schwarzberg schnupperte noch sieben weitere Kilometer den Glühweinduft der Saalestadt.

Extremwandern
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre kam es einem Wunder gleich, dass sich alle Teilnehmer pünktlich und vollzählig zum Startfoto auf dem Nordhäuser Bahnhofsplatz einfinden konnten. Die Deutsche Bahn funktionierte ausnahmsweise mal planmäßig.© Bodo Schwarzberg

Die Tour führte auf der Traditionsstrecke von Nordhausen über Steigerthal, Breitungen, Agnesdorf, Questenberg, Großleinungen, Wettelrode, Grillenberg, Hergisdorf, Eisleben, Unterrissdorf, Aseleben, Seeburg, Rollsdorf und Langenbogen nach Halle. Unterwegs gönnten sich die Extremwanderer sechs Pausen. Kurze Bierpausen gab es in der Gaststätte Zur Heimkehle (km 16) und in Langenbogen (km 88). Mit Essen stärkten sich die Teilnehmer in der Gaststätte Zur Queste in Questenberg (km 30), im Harzer Erlebnishof Grillenberg (km 48) und im Strandhotel in Aseleben (km 80).

Extremwandern
Die Wanderung fand überwiegend im Dunkeln statt: 14 lichtlose Stunden.© Bodo Schwarzberg

Das Wetter spielte mit. Die Wanderer waren nur zeitweise leichtem Regen ausgesetzt. Die Wanderung fand dezembergerecht überwiegend im Dunkeln statt. 14 weitestgehend lichtlose Stunden lagen zwischen Sonnenunter- und -aufgang. Das macht die Winter-Hunderter auch zu etwas Besonderem.

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„Auf rund 24 Stunden sind diese langen Wanderungen eine Auszeit vom Gewohnten, von den Erfordernissen und Zwängen des Alltags“, betont Bodo Schwarzberg. Schon jetzt plant er den 55. Südharz-Hunderter: am 7. und 8. Februar 2026. red