Die Müllabfuhr wird ab dem kommenden Jahr im Landkreis Nordhausen teurer. Auch die Gebühren für Anlieferungen von Abfällen in der Deponie von Nentzelsrode ändern sich ab Januar 2026. Das hat der Kreistag mehrheitlich beschlossen.

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„Die neue Abfallentsorgungsgebühr wird in den Vorausberechnungen erläutert, die Anfang des Jahres verschickt werden“, kündigt Jessica Piper, Sprecherin des Landratsamtes, an.
Die Überarbeitung der Gebühren-Kalkulation war erforderlich, da der Landkreis die anfallenden Kosten der Entsorgung decken muss. Aus der Sicht des Amtes bestehe nun eine Gebühren-Stabilität für die nächsten drei Jahre.
Wir lehnen staatlich herbeigeführte Preissteigerungen konsequent ab.
Alexander Wille, Mitglied der AfD-Fraktion im Nordhäuser Kreistag
Die Erhöhung falle moderat aus, meint die Kreisverwaltung. So zahlt ein 4-Personen-Haushalt ab kommendem Jahr rund 320 Euro. „Das sind 9,50 Euro pro Person im Jahr mehr als bislang“, rechnet Piper vor.
Gründe für die Anpassung sind der Rückgang der Einwohnerzahl, die neu hinzugekommene Kohlendioxid-Bepreisung für die Verbrennung von Siedlungsabfällen sowie die Steigerung von Lohn-, Fahrzeug- und Betriebskosten. Die Gesamtkosten der Abfallwirtschaft betragen pro Jahr rund 10,8 Millionen Euro bei rund 80.000 Einwohnern im Landkreis Nordhausen.
AfD beklagt „ungerechtfertigte Mehrbelastung der Bürger“
26 Mitglieder des Kreistages haben der Erhöhung der Gebühren zugestimmt. Die komplette AfD-Fraktion hat diesen Schritt abgelehnt. Fraktionsmitglied Alexander Wille betont, dass die AfD die Abfallwirtschaft des Landkreises unterstütze, „aber nicht um den Preis einer ungerechtfertigten Mehrbelastung der Bürger“.
Die Gründe für die Gebührenerhöhung seien zwar nachvollziehbar, bestätigt die AfD, und dennoch sei die Fraktion dagegen. „Die AfD akzeptiert die realen wirtschaftlichen Faktoren wie Bevölkerungsrückgang, allgemeine Kostensteigerungen und zusätzliche Aufgaben“, erklärt Alexander Wille. „Aber sie lehnt staatlich herbeigeführte Preissteigerungen, insbesondere durch die CO₂-Steuer, konsequent ab.“
Die AfD will mit ihrem Widerstand ein Zeichen setzen. „Weil diese Steuer der Hauptkostentreiber der Gebührenerhöhung ist und die Bürger ohne realen Nutzen belastet“, meint Alexander Wille.
Neuer Entsorgungskalender ist ab Mitte Dezember erhältlich
Änderungen gibt es auch bei der Grünabfallkarte: Für 2026 kann die Karte schon jetzt online unter www.abfall-nordhausen.de gekauft werden. „So kann die Grünabfallkarte ganz unkompliziert und bequem von zu Hause aus erworben werden“, betont Jessica Piper, „und sie ist auch bei Verlust immer wieder abrufbar.“ Ab Januar kann die Karte dann auch in der Wallet noch schneller abgerufen werden. Voraussichtlich ab Mitte Dezember ist die Grünabfallkarte zudem an den Vorverkaufsstellen erhältlich.
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Der Entsorgungskalender für 2026 ist online unter www.abfall-nordhausen.de und in der Abfall-App abrufbar. Dort kann auch ein individueller Kalender für die eigene Adresse erstellt werden. Der gedruckte Entsorgungskalender kann ab Montag, 15. Dezember, in allen Ausgabestellen abgeholt werden.





