Gute Erfahrungen hat das Seniorenwerk bisher mit internationalen Pflegefachkräften sammeln können. Das Unternehmen aus Nordhausen setzt seit mehreren Jahren erfolgreich auf die Integration dieser Mitarbeiter, zum Beispiel aus Vietnam und China und jetzt vor allem auch aus der Ukraine.

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Aktuell sind 12 ukrainische Pflegefachkräfte im Seniorenwerk tätig. Ein Teil von ihnen ist bereits als Fachkraft in Deutschland anerkannt. Bei den anderen läuft das Anerkennungsverfahren. Ukrainische Pflegefachkräfte bringen eine vierjährige Ausbildung, ausgeprägte Kompetenzen in der medizinischen Behandlungspflege und Deutschkenntnisse auf B2-Niveau mit. Das Seniorenwerk bewertet dies als „ideale Voraussetzungen für eine schnelle Integration in die bestehenden Versorgungsabläufe“.

Die Integration ist immer eine Team-Aufgabe.

Nadin Hertwig, Leiterin des Asternhofes in Ellrich

Vor Ort wird wertvolle Arbeit geleistet. „Fachlich übernehmen unsere Praxisanleiter die Anleitung, aber darüber hinaus stehen bei uns die unterschiedlichsten Mitarbeiter unterstützend zur Verfügung“, berichtet Nadin Hertwig von der Leitung des Asternhofes in Ellrich. „Die Integration ist immer eine Team-Aufgabe.“

Der Geschäftsführer des Seniorenwerks, Christian Döring, unterstreicht die klare Haltung des Trägers zur fairen Beschäftigung: „Bei uns gilt vom ersten Tag an das gleiche Lohnprinzip. Die neuen Kollegen werden zunächst als Pflegeassistenz eingestuft – und nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens selbstverständlich als Pflegefachkraft vergütet. Das Verfahren dauert je nach Ausgangslage sechs Monate bis zu einem Jahr.“

Als anerkannter Partner im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) arbeitet das Seniorenwerk seit Jahren erfolgreich mit den europäischen und regionalen Strukturen zusammen.

Die Vorstandsvorsitzende der Thüringer Agentur für Europäische Programme, Liliana Hrytsyshyn, hebt die Bedeutung dieser Partnerschaft hervor: „Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenwerk zeigt, wie erfolgreiche Fachkräftegewinnung heute gelingen kann: verlässlich, wertschätzend und mit klaren Integrationsstrukturen. Wir begleiten diese Prozesse eng und sehen darin ein Modell für viele weitere Einrichtungen.“

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Mit Blick auf die kommenden Jahre zieht das Nordhäuser Unternehmen eine positive Bilanz und gibt einen klaren Ausblick. „Im Jahr 2024 ist das Seniorenwerk mit 15 ukrainischen Pflegefachkräften gestartet“, schildert Döring. „In den nächsten ein bis drei Jahren sollen weitere 15 bis 20 Fachkräfte gewonnen und auf die bundesweiten Einrichtungen verteilt werden.“ Dabei ist nicht nur der Einsatz von Pflegefachkräften vorgesehen, sondern perspektivisch auch die Gewinnung internationaler Fachkräfte in weiteren Bereichen wie Hauswirtschaft, Küche und Cafébetrieb denkbar. red