Sorgen bereitet der Zustand der Stützmauer des Spendekirchhofs in der Altstadt von Nordhausen. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) will deshalb zu Jahresbeginn die Mauer mit einem Netzvorhang sichern, kündigt SWG-Chefin Inge Klaan an. Zur Vorbereitung wurden bereits große Teile der Mauer mit Bauzäunen abgesperrt und ein Parkverbot eingerichtet.

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„Wir haben vom Bauordnungsamt der Stadt eine ordnungsbehördliche Anordnung erhalten, die Mauer zu sichern, da lose Mauerteile der Krone herabzustürzen drohen“, erklärt Klaan.
Langfristig ist eine grundhafte Instandsetzung der Wand vorgesehen. Die nun geplante Aktion dient zunächst der Verkehrssicherung, zu der das kommunale Wohnungsunternehmen als Grundstückseigentümer verpflichtet ist.
Die SWG will die Arbeiten zu Jahresbeginn ausschreiben und zeitnah mit der Umsetzung beginnen. „Läuft alles planmäßig, wollen wir Ende des ersten Quartals mit den Arbeiten fertig sein“, sagt Inge Klaan. Das Unternehmen plant mit Kosten in Höhe von 70.000 Euro.
Vorgesehen ist, die Mauerkrone in einer Höhe von 1,50 Metern mit einem feinmaschigen Stahlnetzvorhang zu sichern. Der Zugang zum Splitterschutzgraben, einem Luftschutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg, bleibt auch nach Abschluss der Arbeiten erhalten. Die jetzigen Einschränkungen, wie die Bauzaun-Absperrungen, sollen nach Abschluss der Arbeiten wieder verschwinden.
Die zu sichernde Mauer ist rund 85 Meter lang und etwa drei Meter hoch. Sie stützt das Plateau am Spendekirchhof, verläuft parallel zur Barfüßerstraße und ist kein Teil der historischen Stadtmauer. Die Mauer wurde aus Natursteinen errichtet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut sowie in ihrer Höhe verändert.
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Wandstärke und verwendete Steine sind in Form und Material uneinheitlich. Der Netzvorhang soll die gesamte Länge der Mauerkrone von der Georgengasse bis zur Münzgasse abdecken. red




