Auf einen erfolgreichen Einsatz blicken Beamte aus dem Bundespolizei-Revier in Nordhausen. Durch ihr schnelles Eingreifen haben sie drei Tatverdächtige verhaften können.

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Der Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag – gegen 14 Uhr. Die Regionalbahn zwischen Erfurt und Sangerhausen musste plötzlich in Bretleben gestoppt werden. Der Grund für das vorzeitige Ende der Fahrt war ein polizeilicher Einsatz, erfuhren die Fahrgäste per Durchsage im Zug.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn hatten kurz zuvor eine Betriebsstörung an einem Bahnübergang nahe Artern bemerkt und sofort die Leitstelle der Bundespolizei-Inspektion in Erfurt alarmiert. Es bestand der Verdacht, dass ein Kabel beschädigt worden war.

Die Leitstelle informierte die Beamten im Bundespolizei-Revier in Nordhausen. Die Südharzer machten sich sofort auf den Weg. Bei ihrer Anfahrt zum betroffenen Bahnübergang (südlich von Artern) erblickten sie Spuren von Fahrzeugen auf dem verschneiten Feldweg.

Die Polizei sichert am Tatort zahlreiche Spuren

Als den Nordhäusern ein Kleinwagen mit polnischen Kennzeichen entgegenkam, stoppten sie dieses Auto. Sie kontrollierten die Insassen und überprüften deren Daten. Es waren drei Männer aus Rumänien, die bereits in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren. Mit mehreren Fällen von Diebstahl sind sie hierzulande schon in Erscheinung getreten.

Der Verdacht lag nahe, dass die Männer die Betriebsstörung verursacht hatten. Zumal die Polizisten im Fahrzeug industrielle Bolzenschneider entdeckten.

Am Tatort stellten die Beamten geöffnete Kabelschächte und durchtrennte Signalkabel fest. Sie nahmen die drei Verdächtigen vorläufig fest. Außerdem wurden ihnen DNA-Proben entnommen.

Die Polizei sicherte am Tatort zahlreiche Spuren. Der Einsatz des Ermittlungsdienstes dauerte bis in die späten Abendstunden.

„Die Kabelschnitte sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür verantwortlich, dass es auf der Bahnstrecke zwischen Erfurt-Hauptbahnhof und Sangerhausen immer noch zu Beeinträchtigungen kommt“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei-Inspektion am Samstagvormittag.

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Die Bundespolizei ermittelt gegen die drei Männer (23 bis 28 Jahre alt) aus Rumänien wegen der Störung öffentlicher Betriebe und Sachbeschädigung.