Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf ein positives Jahr 2025 zurück. „Zwar ging die Fahrgastnachfrage leicht zurück, zugleich erzielte das Unternehmen jedoch mit rund 15,5 Millionen Euro den höchsten Jahresumsatz seiner Geschichte, was einem Zuwachs von über sechs Prozent entspricht“, berichtet HSB-Sprecher Dirk Bahnsen.

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Insgesamt nutzten 1,12 Millionen Fahrgäste die Züge der HSB, das ist ein Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Brockenbahn wurden 507.000 Reisende gezählt, ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. „Die geringere Nachfrage auf der am stärksten frequentierten Strecke ist vor allem auf äußere Einflüsse zurückzuführen: An 27 Tagen war aufgrund von Witterung und notwendigen Gleissanierungen gar kein Zugverkehr zum Brocken möglich, an weiteren 20 Tagen konnte das Angebot zumeist witterungsbedingt nur sehr eingeschränkt gefahren werden“, erklärt Bahnsen.

Auf der Harzquerbahn waren 386.000 Fahrgäste unterwegs, ein Rückgang um 0,5 Prozent. Der Abschnitt im Kreis Nordhausen ist dabei mit über 1000 Fahrgästen jährlich gut frequentiert. Und auf der Selketalbahn fuhren 104.000 Gäste, was einen Rückgang um 3,7 Prozent bedeutet.

Höhere Fahrpreise lassen Umsatz steigen

Wirtschaftlich konnte sich das Unternehmen trotz weiter gestiegener Kosten positiv entwickeln. „Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Jahr – auch infolge von zwei notwendigen Fahrpreisanpassungen – auf rund 15,5 Millionen Euro“, betont der HSB-Sprecher.

Genutzt wurde in den Zügen der HSB auch wieder das Deutschlandticket, das auf allen Strecken mit Ausnahme der Brockenbahn gilt. Im Jahr 2025 waren rund 223.000 Fahrgäste mit diesem Ticket auf dem Schmalspurnetz unterwegs, überwiegend an den Wochenenden.

„Mit Blick nach vorn konzentriert sich die HSB im laufenden Jahr auf die Ausgestaltung und Präzisierung ihres Zukunftskonzepts“, so Bahnsen weiter. Ein erstes zentrales Projekt ist dabei die Planung einer neuen Triebwagengeneration, bei der zunächst die künftige Antriebsart ermittelt wird. Ziel sei es, das Fahrtenangebot behutsam zu modernisieren und gleichzeitig wirtschaftliche und ökologische Anforderungen zu erfüllen.

Gleichzeitig bleibe der Erhalt des Gesamtnetzes sowie der Fortbestand des touristisch wichtigen Dampfbetriebs klares Kernziel des Unternehmens. „Die finanzielle Basis dafür ist verlässlich abgesichert: Das Land Sachsen-Anhalt setzt den Verkehrsvertrag in den Jahren 2026 und 2027 mit erhöhten Mitteln fort, auch der Verkehrsvertrag mit dem Freistaat Thüringen wird nahtlos weitergeführt“, erklärt Bahnsen.

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So soll die HSB in den kommenden beiden Jahre rund 40 Millionen Euro Finanzhilfe aus Sachsen-Anhalt erhalten. Auch der Kreis Nordhausen erhöht seinen Zuschuss und zahlte 120.000 Euro für das Jahr 2025.