Andreas Tetzel von der Nordhäuser Baufirma Waresa hat mit seinem Bagger den Startschuss für die Bauarbeiten an der Ecke Riemann-/Schröterstraße in Nordhausen gegeben. Im Auftrag der Südharzer Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) soll hier in den kommenden Monaten das neue Projekt unter dem Arbeitstitel „WBGBlackOne“ errichtet werden.

Täglich

Der Newsletter für Nordhausen

Alle wichtigen Informationen aus der Region Nordhausen, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nach dem erfolgreichen Projekt „WBGreenOne“ in der Stolberger Straße wird auch bei diesem neuen Vorhaben der Fokus auf den Themen Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit liegen. „Wir errichten in der Schröterstraße 5a ein weitgehend energieautarkes Gebäude, das einen Großteil seines Energiebedarfs (Strom, Wärme, Warmwasser) selbstständig aus erneuerbaren Energien (Fotovoltaik) erzeugen und speichern kann“, erklärt der WBG-Vorstand. „Es soll dabei nur noch in den dunklen Monaten (November bis Februar) auf zusätzliche externe Ökostromlieferungen angewiesen sein.“ Der Neubau kostet rund 2,7 Millionen Euro.

Neubau BlackOne
So soll der Neubau „WBGBlackOne“ an der Schröterstraße, Ecke Riemannstraße, in Nordhausen ausschauen. Dieser Entwurf stammt vom Architekten Tobias Winkler.© Architekturbüro Tobias Winkler

Dieses erneute Pilotprojekt der WBG Südharz soll – so die Planungen – im Sommer kommenden Jahres fertig sein. Dieser Termin hat für die Wohnungsbaugenossenschaft auch einen symbolischen Charakter. „Wir feiern in diesem Jahr unser großes Jubiläum“, betont der Vorstand. „Exakt nach 125 Jahren, als in der Halleschen Straße 69 hier in Nordhausen das erste Haus einer Wohnungsbaugenossenschaft errichtet wurde, wird die Tradition des genossenschaftlichen Bauens in Nordhausen fortgeführt – als zukunftsfähige Weiterentwicklung.“

Auch interessant

Das Haus mit sechs Drei-Raum-Wohnungen, einer Vier-Raum-Wohnung, Tiefgarage und Aufzug wird mit PV-Anlagen auf dem Dach und an seinen Fassaden ausgestattet. Es wird über einen großen Batteriespeicher sowie einen 200-Liter-Boiler je Wohnung für Warmwasser verfügen.

Statt konventioneller Fußbodenheizung werden die Wohnungen mit Infrarot-Heizungen an der Decke ausgestattet. Gebühren für die sonst übliche Wartung von Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlagen oder Zähler- und Abrechnungsgebühren entstehen somit fast nicht mehr.

Weitere Themen aus Nordhausen

So lässt sich für die Wohnungen eine Inklusivmiete berechnen. Für die Mieter bedeutet das: In der Miete sind die Grundmiete, die Heiz- und Warmwasserkosten, der Hausstrom und der Wohnungsstrom enthalten. Nur die sonstigen Betriebskosten wie etwa Wasserverbrauch, Abwasser und Abfallentsorgung werden weiterhin separat abgerechnet. red