Unter dem Dach des Südharz-Klinikums in Nordhausen gibt es aktuell 13 medizinische Zentren, wie etwa das Brustzentrum oder das Darmzentrum. Allen Zentren gleich ist die interdisziplinäre Arbeit für den anvertrauten Patienten. Sie reicht von der Aufnahme und Diagnose über die unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen bis hin zur koordinierten Nachsorge nach der Entlassung der Patienten.

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„Nun möchten wir diesen eingeschlagenen Weg weitergehen und streben die Etablierung eines onkologischen Zentrums an, das sich wie ein Dach über die unterschiedlichen Kliniken spannen lässt“, sagt die Chefärztin der Urologischen Klinik, Stephanie Schirrmacher. Zur erfolgreichen Zertifizierung eines solchen onkologischen Zentrums gehört allerdings auch ein Prostatakarzinomzentrum.

Gegenwärtig laufen deshalb am Südharz-Klinikum die ersten Maßnahmen. So werden die internen Strukturen des Hauses geprüft. Dazu gehören unter anderem die Personalplanung, eventuell notwendige, neue Technik oder auch eine moderne Dokumentation aller therapeutischen Schritte.
Ziel dieser Arbeiten muss nicht nur die Sicherung eines hohen medizinischen Qualitätsstandards sein, sondern dessen kontinuierliche Weiterentwicklung. „Und zwar nach messbaren Kriterien, die ein modernes Zentrum in einem Krankenhaus wie dem in Nordhausen ausmachen“, betont die Chefärztin. Mit diesem Ziel vor Augen verweist sie auf die Erfahrungen, die zum Beispiel mit dem Brustzentrum gemacht wurden.
Fakten zum Prostatakrebs
Das Prostatakarzinom ist mit mehr als 60.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Diese tritt überwiegend im höheren Alter auf und ist die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern.
Es handelt sich um einen meist langsam wachsenden Tumor der Vorsteherdrüse, der im Frühstadium oft symptomlos ist und gute Heilungschancen bietet. Zu den größtenteils erst späten Symptomen zählen häufiger Harndrang, Blut im Urin oder Schmerzen im Becken.
Die wichtigen Schritte wie die Vorstellung der Diagnose und die anschließende Diskussion im Tumorboard des Klinikums, die gezielte Versorgung der Patienten, die Einbindung des Sozialdienstes oder die psychoonkologische Versorgung sind nur möglich, wenn es im Haus eine Kooperation nach festgelegten Regeln und neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt, unterstreicht die Fachfrau. Zudem müsse großer Wert auf die Zusammenführung aller Maßnahmen gelegt werden, die einen Patientenkoordinator notwendig machen.
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„Wir haben mit unserem großen Klinikum die materiellen und auch personellen Rahmenbedingungen, die eine Zertifizierung des Prostatakarzinomzentrums für das kommende Jahr realistisch erscheinen lassen“, meint Stephanie Schirrmacher. Sie ist sich dabei der Unterstützung ihrer Kollegen sowie der Geschäftsführung des Klinikums sicher. red




