Der plötzliche Herztod gehört laut Angaben der Deutschen Herzstiftung zu den führenden Todesursachen in der Bundesrepublik. Nur etwa zehn Prozent der Betroffenen eines Herz-Kreislauf-Stillstands, der nicht in einem Krankenhaus auftritt, überleben diese medizinischen Notfälle. Durch ein schnelles Eingreifen in Form einer sofortigen Wiederbelebungsmaßnahme bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann aber der Patient möglicherweise gerettet werden.

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Allerdings ist es immer noch so, dass Laien aus Angst vor Fehlern sich vor einer Reanimation scheuen oder nur unzureichend reanimieren. Angesichts dessen plant der Landkreis Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuserkreis, eine Ersthelfer-App einzuführen. „Freiwillige, die medizinisch qualifiziert sind, können sich dafür registrieren lassen“, erklärt Tobias Mielke, Fachgebietsleiter für den Rettungsdienst sowie den Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Nordhausen.

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„Geht ein Notruf in der Leitstelle ein, ortet die App über GPS registrierte Ersthelfer in der Nähe und alarmiert diese. Bestätigt ein Helfer den Alarm, wird er per Navigation zum Einsatzort geführt“, so Mielke weiter. Auch die Standorte von Defibrillatoren werden dem freiwilligen Helfer angezeigt. So kann dieser schnell erste Maßnahmen wie eine Herzdruckmassage oder eine Beatmung ergreifen und die Zeit überbrücken, bis die professionellen Rettungskräfte übernehmen können. „Dieser Zeitgewinn ist nicht zu unterschätzen, denn er kann wirklich Menschleben retten“, betont Tobias Mielke.

Derzeit laufen erste Absprachen mit dem Kyffhäuserkreis, um eine einheitliche App zu wählen, die dann in beiden Kreisen genutzt werden kann.