„Die emotionale Bundestagsdebatte um eine Neuregelung der Organspende macht mehr als deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht“, sagt David Gregosz (CDU). Denn obwohl über 80 Prozent der Deutschen einer Organspende grundsätzlich zustimmen, warten viele tausend Menschen umsonst auf ein Spenderorgan, so der Nordthüringer Bundestagsabgeordnete. Diese traurige Bilanz soll durch die Einführung einer sogenannten Widerspruchslösung spürbar verbessert werden.

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„Ich halte es für wichtig und richtig, dass wir uns alle noch zu Lebzeiten mit dem Thema einer Organspende beschäftigen, auch um diese Entscheidung nicht auf die eigenen trauernden Angehörigen abzuwälzen“, betont Gregosz. Die Widerspruchslösung biete für ihn die Chance, mehr schwer kranken Patienten eine lebensrettende Transplantation zu ermöglichen.

Dabei sei Vertrauen entscheidend für eine höhere Spendenbereitschaft. „Selbstverständlich bleibt das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper auch bei der Widerspruchslösung unangetastet. Die Ablehnung einer Spende kann jederzeit artikuliert und im Spenderregister vermerkt werden“, führt er aus. Die Organspende werde durch Widerspruchslösung lediglich anders organisiert; an der bestmöglichen medizinischen Versorgung potenzieller Spender und Empfänger ändere sich durch sie nichts.

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Ergänzend zur Widerspruchslösung brauche es auch eine bessere Aufklärung der Bevölkerung sowie ein modernes, leistungsfähiges Organspendesystem, um die Anzahl der Spenderorgane zu steigern. „Nur das Zusammenspiel aus einer zeitgemäßen gesetzlichen Regelung und einer konsequenten Verbesserung der Abläufe wird dazu beitragen, die Zahl der Organspenden nachhaltig zu erhöhen und mehr Menschen eine neue Lebenschance zu geben“, macht er deutlich. red