Sogenannte Escape-Games sind seit vielen Jahren ein beliebter Zeitvertreib. Auf die Trendwelle aufspringen will und kann man nun auch im Landkreis Sömmerda. Wie Tina Köth für den koordinierenden Kreisverband Sömmerda des Arbeiter Samariter Bundes informiert, sind die dafür nötigen Fördermittel bewilligt.

Bündnis für Bildung
Simeon Reimer und Steffi Goldschmidt schieben symbolisch die Puzzleteile zusammen.© ASB Sömmerda | Tina Köth

„Dank der Förderung von ,Kultur macht stark‘ und dem Verein Spielmobile kann nun auch auf dem Bauspielplatz des ASB Sömmerda ein solches Rätselspiel entstehen“, so Köth. „Kultur macht stark“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Spielmobile bezeichnet sich selbst als bundesweiten Zusammenschluss von Fachleuten, Trägern und Fachorganisationen, der das Spiel als eigenständiges Phänomen in den Mittelpunkt stelle. Wichtige Verbandsthemen seien das Recht auf Spiel und das Spielen im öffentlichen Raum sowie die Bildungswirksamkeit von Spiel.

Handwerk, Spielgedanke, Street Art und künstliche Intelligenz

Für die Umsetzung in Sömmerda haben am Dienstag, 11. Februar, die Bündnispartner ASB Kreisverband Sömmerda, Kinder- und Jugendparlament Sömmerda und Netzwerk Regenbogen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Als sogenanntes „Bündnis für Bildung“ wollen sie von März bis September gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen knifflige Detektivgeschichten und geheime Missionen erschaffen. Handwerk treffe dabei spielerisches Denken (Gamification) – Spielen mache stark.

Modellvorstellung auf dem Bauspielplatz Sömmerda, Simeon Reimer (KJP, von links), Sindy Hoffmann (Pädagogin, ASB) und Lilli Eberhardt (KJP) am Weltkindertag mit dem in einem Workshop entstandenen Modell der Kinderstadt.
Modellvorstellung auf dem Bauspielplatz Sömmerda, Simeon Reimer (KJP, von links), Sindy Hoffmann (Pädagogin, ASB) und Lilli Eberhardt (KJP) am Weltkindertag mit dem in einem Workshop entstandenen Modell der Kinderstadt.© Funke Medien Thüringen | Armin Burghardt

Auf dem Bauspielplatz würden aus Holz, Metall und vielen anderen Materialien Rätselelemente und Geheimverstecke gebaut und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz von den Teilnehmenden zu Rätselspielen weiterentwickelt. Mit Unterstützung eines Künstlers bekomme der Bauspielplatz außerdem einen neuen Anstrich. Graffitis und Street Art sollen zukünftig so manches Rätsel verbergen und Hinweise oder Geheimcodes ans Licht bringen.

Als besonders innovativ wird angekündigt, dass vorab Teile der Bilder, Schatzkarten und Knobelaufgaben mit künstlicher Intelligenz (KI) erschaffen werden. Das Ziel des Projektes sei es, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen einen neuen Spiel- und Erlebnisort zu erschaffen und dabei spielerisch über den Umgang mit künstlicher Intelligenz aufzuklären.

Mit den Fördermitteln von „Kultur macht stark“ und dem Verein Spielmobil werde dies erst möglich.„Die Spiele können also beginnen!“, so Tina Köth.

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