Trotz kurzer Fristen und knapper Zeit für die Materialbestellungen lief die Vorbereitung der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar in der Kreisstadt gut, schätzt Sömmerdas Wahlleiter Christian Haase ein. Es habe im Vorfeld keine Probleme gegeben und alles sei bereit dafür, dass die 14.897 Wahlberechtigten in der Stadt und den Ortsteilen am Sonntag ihre Stimme abgeben können.

Täglich

Der Newsletter für Sömmerda

Alle wichtigen Informationen aus der Region Sömmerda, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wobei sich 3068 Bürgerinnen und Bürger dafür entschieden, ihr Votum nicht direkt an der Wahlurne, sondern per Briefwahl einzureichen. Das stelle mit mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten einen neuen Rekord für Sömmerda dar, so Haase. Was bemerkenswert sei insbesondere angesichts der verkürzten Fristen bei den Postsendungen und der längeren, bis etwa drei Tage dauernden Zustellzeit durch die Post. Mit dieser sei vereinbart worden, dass sie auch am Samstag und Sonntag noch Briefwahlunterlagen ausliefere.

Bis spätestens Sonntag 18 Uhr müssen die Wahlbriefe bei der Stadt vorliegen. Bis Freitag 15 Uhr hatten die Wahlberechtigten noch die Möglichkeit, die Briefwahl direkt im Rathaus vorzunehmen. Zwei Wochen lang war diese Möglichkeit dort für die Bürgerinnen und Bürger eingeräumt worden.

Wahl
Im Sömmerdaer Rathaus konnte bis Freitag ein Briefwahllokal genutzt werden. (Archiv-Bild)© Funke Medien Thüringen | Ilona Stark

Am Wahltag selbst sind in Sömmerda und den Ortsteilen 14 Wahllokale eingerichtet. Das kleinste befindet sich in Rohrborn für 175 Wahlberechtigte, das Wahllokal 7 in der Lindenschule ist für 2054 und damit die meisten Wahlberechtigten zuständig. Die Stimmen ausgezählt werden ab 18 Uhr zudem in vier Briefwahllokalen, je zwei im Rathaus und in der Musikschule.

Etwa 160 Personen sind am Wahltag im Einsatz, damit alles reibungslos funktionieren kann. Ein Großteil der Wahlhelfer seien bei der Stadt Beschäftigte, berichtet Christian Haase. Es stünden genügend Kräfte zur Verfügung, und es gebe eine Reserveliste, falls es kurzfristig krankheitsbedingte Ausfälle gebe.

Dass sich vor Wahllokalen Schlangen bilden wie teilweise bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr erwarte er diesmal nicht, sagt Sömmerdas Wahlleiter. Der Wahlvorstand im Wahllokal in der Salzmannschule sei darüber informiert, dass der normale Eingang nicht barrierefrei ist. Bei Bedarf öffnen Wahlhelfer den ansonsten verschlossenen Hintereingang und begleiten Wahlberechtigte auf diesem Weg ins Wahllokal in der Turnhalle, so Haase. Nicht komplett barrierefrei ist auch das Wahllokal im Gemeindehaus in Orlishausen, wo es eine Treppenstufe gibt. Wahlhelfer seien dort ebenfalls bei Bedarf behilflich.

Keine Beanstandungen habe es im Vorfeld der Wahl bei der Plakatierung gegeben. Das Ordnungsamt der Stadt habe bei der Überprüfung festgestellt, dass der erforderliche Abstand zu den Wahllokalen gegeben sei und alles in geregelten Bahnen laufe, erklärt der Wahlleiter.

Das könnte Sie auch interessieren