Störche haben den Landkreis Sömmerda für sich entdeckt. Das zumindest besagen die Zahlen. Wie Steffen Goldberg, der Storchenbeauftragte im Nabu-Kreisverband Sömmerda, informiert, waren in diesem Jahr im Landkreis Sömmerda 22 der insgesamt 48 Storchenhorste besetzt. Hinzu kamen noch zwei neue natürliche Horste, auf denen auch Störche brüteten.
64 Jungtiere sind geschlüpft
Registriert hat der Fachmann 2025 insgesamt 24 Brutpaare. Geschlüpft sind 64 Jungtiere. Im Vergleich: 2024 hatten 61 Küken das Licht der Welt erblickt. Leider gab es auch Verluste. So starben in diesem Jahr 15 Jungstörche aus bisher ungeklärter Ursache. 2024 waren es 14.
Laut Golberg verendeten in diesem Jahr zwei männliche und ein weiblicher Altstorch. „Bei dem männlichen Tier handelte es sich um „Olaf“ aus Leubingen. Er wurde am Straßenrand gefunden und in die Tierklinik gebracht. Wie die Obduktion ergab, war ihm ein lebendig gefressener Maulwurf zum Verhängnis geworden. Der Storch starb in der Klinik. Bei den anderen beiden Störchen ist die Todesursache nicht bekannt“, so Goldberg. Insgesamt 49 Jungstörche konnten durch Juliane Balmer von der Vogelschutzwarte Seebach beringt werden.
Neuer Horst für Storch „Siggi“
Laut Goldberg wurden im Landkreis sieben neue Horste errichtet. Zwei stehen in Kleinneuhausen, zwei weitere in Schloßvippach, zwei in Griefstedt und einer in Eckstedt. Für eine der Griefstedter Nisthilfen fanden sich recht schnell „Mieter“. „Es handelte sich um Storchenmann Siggi aus Leubingen, der dort vertrieben wurde. Nach wenigen Tagen brachte er dann noch eine Storchendame mit. Beide bezogen den Horst“, so Goldberg. Ebenfalls nicht lange auf Zuzug warten musste Familie Ruhmann in Schloßvippach. Da der alte Storchenhorst instabil war und abzustürzen drohte, wurde er innerhalb von zwei Tagen ausgetauscht. „Nur kurze Zeit nach dem Aufbau ließ sich dort ein Storchenmann nieder“, erklärt er.

Täglich
Der Newsletter für Sömmerda
Alle wichtigen Informationen aus der Region Sömmerda, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Wie der Fachmann berichtet, ist der größte Teil der Jungtiere bereits Anfang/Mitte August in Richtung Süden aufgebrochen. Da drei Jungtiere später geboren wurden, halten sie sich noch im Kreis auf. „Ich nehme aber an, dass sie sich in den nächsten Tagen auch auf den Weg in Richtung Süden machen. Von den Altstörchen sind noch mehrere da, die jetzt ihre Horste wieder besetzen und dort übernachten“, Goldberg.
Das könnte Sie auch interessieren
- Gemeinde im Kreis Sömmerda will nicht länger warten: Eine Gefahrenstelle weniger
- Thüringens kleinste Schloss-Baustelle: Alles gut unter der Haube
- „Jeder kann Leben retten“: Mann aus Kreis Sömmerda kämpft gegen das Wegsehen
- Großer Ansturm auf Kindergarten-Neubau in Sömmerda
- Kreis Sömmerda: Feuerwehr feiert Richtfest für lange erhofften Bau
Er als Storchenbeauftragter wie auch der Nabu-Kreisverband Sömmerda sind dankbar für die Unterstützung. Die Firma Zierenner aus Kölleda, die Firma Schwamke aus Bilzingsleben, die Firma Lindig aus Erfurt, die Firma Degel aus Schloßvippach, die Firma Bernhard aus Kölleda sowie die Agrargenossenschaften aus Frohndorf, Schloßvippach und Sömmerda hätten tatkräftig unter die Arme gegriffen.




