Großer Andrang herrscht an diesem Sonntag vor den Wahllokalen im Unstrut-Hainich-Kreis. Vielerorts war schon mit Öffnung um 8 Uhr reger Betrieb, so in Mühlhausen, in der Petrischule. In der Mittagszeit verstärkte sich das sogar noch einmal. Etwa in Oberdorla, wo sich vor dem Wahllokal im Hanfsack eine Schlange mit etwa 20 Menschen gebildet hat. Dort wird gleich doppelt gewählt. Neben der Zusammensetzung des Bundestags wird außerdem über den neuen Bürgermeister abgestimmt.
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Neben den Oberdorlaern wählen auch die Langulaer und die Niederdorlaer, insgesamt knapp 3600 Wahlberechtigte, den hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Vogtei. Amtsinhaber Christian Hecht (parteilos) hat zwei Mitbewerber: Die Namen von Thomas Golebniak (parteilos), seit 2013 der ehrenamtliche Ortsbürgermeister von Oberdorla, und Mike Schulz (parteilos) finden sich auf den Stimmzetteln. Letzterer hat aber bekannt gegeben, aus persönlichen Gründen das Amt nicht antreten zu wollen.
Das Kuriose am Sonntag: Hecht und Golebniak gaben zeitgleich die Stimme ab.
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In der Nachbargemeinde Kammerforst steht Amtsinhaber Christian Konkel, der als Einzelbewerber antritt, aber FDP-Mitglied ist, als Einziger zur Wahl.
Eine mehrfache Premiere brachte die Bundestagswahl in der Ortschaft Heyerode der Landgemeinde Südeichsfeld. Erstmals befand sich das einzige und nun auch barrierefrei zugängliche Wahllokal für die Heyeröder im dortigen Pfarrsaal und nicht mehr wie zuvor in der Schule und im Feuerwehrgerätehaus. Außerdem wurden hier zum ersten Mal seit der Gemeindefusion 2024 die Wählerinnen und Wähler aus der Ortschaft Hallungen begrüßt.

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Die Wahl lief zudem unter priesterlicher „Aufsicht“. Denn an den Wänden befanden sich die Porträts ehemaliger Priester aus Heyerode. Darunter das von Theodor Helbing (1886 bis 1958), der von 1924 bis 1943 Seelsorger in Heyerode war und vor 100 Jahren den Bau des Pfarrsaales initiiert hatte. Helbing leistete aktiven Widerstand gegen die Nazi-Diktatur und war im August 1940 von der Gestapo in Erfurt und Weimar verhört und gefoltert worden.






