Bündnis ruft zum Holocaust-Gedenken in Eisenach

Erneut erinnert das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach an die Opfer des Massenmords an Juden im Nationalsozialismus. Am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, jährt sich zum 80. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945. Das Bündnis lädt deshalb alle Eisenacherinnen und Eisenacher ein, sich um 17 Uhr in der Karlstraße zu einer Menschenkette zusammenzufinden. „Gemeinsam erinnern wir an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die am 9. Mai und 19. September 1942 aus Eisenach verschleppt und in Viehwaggons in den Tod deportiert wurden“, heißt es in dem Aufruf.

Täglich

Der Newsletter für Eisenach und die Wartburgregion

Alle wichtigen Informationen aus der Wartburgregion, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Vorgestellt wird am 27. Januar die dritte Edition des Stolpersteinbuches. Es dokumentiert die Gedenksteine in Straßen der Stadt, die an die ehemaligen Wohnorte jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern und die dazugehörigen Geschichten. Herausgegeben wird es vom Bündnis gegen Rechtsextremismus und in Zusammenarbeit mit der Stadt. red

Landratsamt bietet Beratungsgespräche jetzt auch per Video an

Virtuelle Beratungsgespräche bietet die Kreisverwaltung des Wartburgkreises ab Montag, 27. Januar, an. Wie das Landratsamt mitteilte, wolle man damit einen weiteren Schritt gehen bei der Digitalisierung. Dies auch, weil der Wartburgkreis als größter in Thüringen trotz der zwei Dienststellen in Bad Salzungen und Eisenach teils sehr weite Wege für Bürgerinnen und Bürger mit sich bringe, wenn sie etwas vom Amt brauchen. Insbesondere kurze Gespräche könnten nun auch Video erledigt werden, etwa wenn Nachfragen zu Anträgen nötig sind, Erläuterungen zu Bescheiden oder wenn Hilfsbedürftige aus Scham nicht auf Ämter gehen.

Gerade in den Bereichen Elterngeld, Ausbildungsförderung (Bafög), Wohngeld sowie Bildung und Teilhabe gebe es die Möglichkeit, in virtuellen Gesprächen Hilfe über die Kamera zu bekommen. Gestartet werde das Angebot deshalb bei staatlichen Sozialleistungen. Über das Online-Terminvergabesystem auf www.wartburgkreis.de können die Termine gebucht werden – je nach Belieben in Bad Salzungen oder Eisenach. Danach kommt eine Bestätigungsmail mit einem einen Link, mit dem man sich direkt zum Termin in die Online-Sitzung einwählen kann. Benötigt werde dazu ein internetfähiges Endgerät – von PC bis Smartphone – mit Mikrofon und Kamera. Eine App ist nicht nötig, der Browser, mit dem man auch im Internet surft, genügt. Die Kamera muss eingeschaltet sein.

Um sich zu legitimieren, muss man seinen Personalausweis in die Kamera halten. Die Daten und Inhalte der Gespräche werden nicht gespeichert, sichert der Kreis zu. Auf www.wartburgkreis.de gibt es weitere Informationen zu dem Angebot, das auch mehr Service für die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringen soll. red

Ausstellung erinnert an die Mütter des Grundgesetzes 

Die Mütter des Grundgesetzes stehen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Landratsamt in Bad Salzungen. Sie wird am Dienstag, 28. Januar, 18 Uhr, feierlich eröffnet. Auf insgesamt 17 Tafeln werden vier herausragende Frauen gewürdigt. Ihnen ist zu verdanken, dass 1949 zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz verankert wurde. Auch andere Teile der bis heute gültigen deutschen Verfassung gehen auf ihr Wirken zurück.

Eröffnet wird die Schau von Petra Lehmann, Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Wartburgkreis, und von Ulrike Jary (CDU), Landtagsabgeordnete und Trägerin des Helene-Weber-Preises, einer Auszeichnung des Bundes-Familienministeriums für herausragende Kommunalpolitikerinnen. Zu sehen ist sie bis 31. März.

Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel waren die einzigen weiblichen Abgeordneten des Parlamentarischen Rates in Bonn von September 1948 bis Juni 1949. Die Ausstellung würdigt ihr politisches Engagement und lädt dazu ein, über ihre Errungenschaften nachzudenken. Ab April wird die Schau als Wanderausstellung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wer sie ausleihen möchte, kann sich per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte@wartburgkreis.de wenden. red

Ruhlaer Schüler musizieren mit großem Polizeiorchester  

Das Ruhlaer Albert-Schweitzer-Gymnasium hat das Polizeiorchester Thüringen für ein Schülerkonzert gewonnen im Rahmen der pädagogischen Angebote des Orchesters. Im Ergebnis gibt es ein Konzert mit dem Thema Filmmusik. Es beginnt am Mittwoch, 29. Januar, 12 Uhr, im Klubhaus in Ruhla. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Konzert ist es für den Chor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, zwei Filmtitel mit dem Polizeiorchester Thüringen gemeinsam darzubieten, teilt Musiklehrer Jens Heinze mit. red

Weitere Themen aus der Wartburgregion