Christian Stadali ist am Sonntagmittag guter Dinge. „Läuft Bombe“, sagt der Wahlvorstand im Wahllokal im Johannes-Landenberger-Förderzentrum augenzwinkernd. Dort ist seit dem Morgen viel Betrieb. „Immer wieder bilden sich kurze Schlangen“, sagt Christian Stadali. Für die Wahlhelfer Günther Ahrendt und die Wahlhelferin Janina Hain bedeutet das einiges an Arbeit. „Es ist schon viel los“, sagt Janina Hain. „Aber das ist ja auch gut so.“
Proteste, Wahl und Ukraine: Die Bilder vom Wochenende in Weimar
Bis 10 Uhr haben in Weimar, das zusammen mit Erfurt und Teilen des Weimarer Landes den Wahlkreis 192 bildet, bereits 5761 Bürgerinnen und Bürger ihre Stimmen zur Bundestagswahl abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 11,7 Prozent, teilt die Stadt mit. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2021 ist die Wahlbeteiligung damit höher – zumindest am Vormittag. Beim Bürgerentscheid zur Ostumgehung liegt die Wahlbeteiligung um 10 Uhr bei 10,6 Prozent. „Nicht wenige stimmen hier nur über den Bundestag ab“, ist Christian Stadali aufgefallen. Begründen würden einige die Entscheidung damit, dass sie zur Ostumgehung schlicht keine Meinung hätten.
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Am Mittag hatte sich die Wahlbeteiligung mehr als verdreifacht. Mit Stand 14 Uhr hatten bereits 20.240 Menschen in Weimar gewählt, umgerechnet 41 Prozent. Auch beim Bürgerentscheid stieg die Wahlbeteiligung bis zum Mittag an. Für oder gegen die Ostumgehung stimmten 38,9 Prozent und damit 19.945 Stimmberechtigte. Im Wahllokal Süßenborn nahmen mit 57,8 Prozent die meisten Berechtigten ihr Abstimmungsrecht zum Bürgerentscheid wahr, so der Stand am Sonntag, 14 Uhr.
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Mehr Wahlberechtigte bei Ostumgehung in Weimar
Insgesamt waren in Weimar 49.420 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl aufgerufen, von denen 13.330 einen Wahlschein für die Briefwahl beantragt hatten. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 waren es noch 15.637 Personen, die die Briefwahl beantragt hatten, wobei hier berücksichtigt werden muss, dass noch vor vier Jahren die Wählerinnen und Wähler coronabedingt aktiv aufgefordert wurden, von der Briefwahl Gebrauch zu machen.

Beim Bürgerentscheid zur Ostumgehung konnten 51.243 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Das waren 1826 Personen mehr als zur Bundestagswahl, weil eine Stimmabgabe bereits ab 16 Jahren möglich war. 9825 Personen hatten hierfür die Briefabstimmung beantragt.
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Höchste Wahlbeteiligung um 10 Uhr in Tröbsodorf
Dass die Wahlbeteiligung am Sonntagvormittag höher ist, als bei der letzten Bundestagswahl, entspricht auch dem Gefühl von Christian Stadali. „Ich schätze, es sind auch mehr als bei der Landtagswahl“, so der Wahlvorstand, ohne dies genau mit Zahlen belegen zu können. Immerhin war der Eingangsbereich bei Landenberger auch zu dieser Wahl wieder farblich auffällig gestaltet. Die Kinder von Eltern, die hier gewählt haben, hatten einen Willkommensgruß mit Kreide hinterlassen.

Zum Wahllokal mit der höchsten Wahlbeteiligung um 14 Uhr reichte es trotz Kreidekunst aber nicht. Mit 59,3 Prozent führte das Wahllokal in Possendorf die Rangliste an, die niedrigste Wahlbeteiligung war zum Zeitpunkt mit 26,5 Prozent im Wahllokal Pestalozzi-Regelschule I zu verzeichnen.
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Abgestimmt wurde in 61 Urnenwahllokalen und 20 Briefwahllokalen in Weimar. Insgesamt 728 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren in Weimar am Wahlsonntag im Einsatz.
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