Mit dem Ende der diesjährigen Mahdzeit zieht der Kreisjagdverband Weimar eine beeindruckende Bilanz zur Rehkitzrettung. Noch nie waren so viele Helferinnen und Helfer im Einsatz wie in diesem Jahr – und noch nie wurde eine so große Fläche abgesucht.

Helfer im Weimarer Land starten 55 Einsätze

Insgesamt 55 Einsätze verzeichnete der Verband im Frühjahr 2025. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der organisierten Kitzrettung im Verbandsgebiet – „ein klarer Beweis für das wachsende Engagement der Mitglieder und Unterstützer“, kommentierte der Kreisjagdverband in einer Presseinformation. Dabei kamen 30 ehrenamtliche Kitzretterinnen und Kitzretter zum Einsatz – ebenfalls ein neuer Höchstwert. Zum Vergleich: 2022 waren es den Angaben zufolge noch 17 Einsätze mit 12 Aktiven, 2023 bereits 49 Einsätze mit 18 Kitzrettern und 2024 dann 40 Einsätze mit 21 Ehrenamtlichen.

Moderne Technik macht Einsätze auf größerer Fläche möglich

Ein bedeutender Fortschritt zeige sich auch beim Einsatz moderner Technik. Inzwischen stehen drei Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Verfügung, mit denen die Einsätze besonders effizient durchgeführt werden könnten. Dank dieses Fortschritts habe in diesem Jahr eine Fläche von 1632 Hektar abgesucht werden können. Das entspricht einschlägigen Online-Rechnern zufolge der Größe von 2240 Fußballfeldern und fast einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr, als 900 Hektar abgesucht worden seien.

Das Resultat der Arbeit könne sich sehen lassen: 64 kleine Rehe konnten in diesem Jahr mit der Kitzrettungstasche geborgen und vor dem Mähtod bewahrt werden (2024: 35 Kitze). 106 Kitze sprangen rechtzeitig ab – ein deutliches Zeichen, dass das frühe Absuchen der Flächen Wirkung zeige (2024: 68 Kitze).

Mehr als „Zeit und Herzblut“ für die Kitze investiert

Diese Erfolge wären ohne den unermüdlichen Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen. Viele der Einsätze fanden früh am Morgen statt – oft vor Arbeitsbeginn. Die ehrenamtlichen Kitzretterinnen und Kitzretter investierten „Zeit, Herzblut und oft auch eigenes Equipment, um Tierleben zu retten“ betonte der Verband.

Engagement dient Schutz der heimischen Wildtiere

„Was unsere Mitglieder hier leisten, verdient größten Respekt. Wir sehen eine tolle Entwicklung – mehr aktive Kitzretterinnen und Kitzretter, größere Flächen, bessere Technik und vor allem: deutlich mehr gerettete Kitze“, erklärte Olaf Heinkel, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Weimar. „Wir danken allen Unterstützern für ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Bereitschaft, unsere heimischen Wildtiere zu schützen.“ Das sei gelebter Naturschutz.

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Auch in Zukunft wolle der Verband weiter in Ausbildung, Technik und Zusammenarbeit mit Landwirten investieren. Ziel bleibe es, möglichst viele Kitze zu retten und die „Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Landwirtschaft und Bevölkerung weiter zu stärken“. red