Der Kunstfest-Pavillon auf dem Theaterplatz ist seit Samstag wieder geöffnet. Bereits seit 2019 bildet die aufwendige Metallkonstruktion das Zentrum des Kunstfestes Weimar, bietet Informationen rund um das größte Festival der zeitgenössischen Künste in Ostdeutschland, dient als Bühne oder Ausstellungsraum.
„Thüringen Tralala“ zum Mitsingen vor dem DNT
In diesem Jahr sind Hörspiele aus den vergangenen sieben Kunstfest-Jahren kostenlos ausleihbar – Koproduktionen des Kunstfestes unter Leitung von Rolf C. Hemke mit Deutschlandfunk Kultur. Zudem können Interessierte ab Freitag, dem 22. August, täglich um 18 Uhr „Thüringen Tralala“ und am Abschluss-Wochenende „Trara Thüringen“ erleben, zwei Projekte, bei denen es um alternatives, neu gedachtes oder neu erfundenes Liedgut aus und über Thüringen geht – zum Mitsingen und Mitgestalten.
Pavillon bietet täglich Infos zum Programm „Mutig leben“
Konzipiert wurde der Pavillon 2019 vom bildenden Künstler Knut Klaßen nach Plänen eines offenen Messepavillons des zweiten Bauhaus-Direktors Hannes Meyer. Bis zum 7. September warten nun von 10 bis 20 Uhr täglich Mitglieder des Kunstfest-Teams auf Fragen zum Programm. Dieses steht unter dem Motto „Mutig leben“ und wird am 20. August offiziell eröffnet.
Kunstfest will Courage, Rückgrat und Haltung zeigen
„Der Gedanke der Relevanz eines Festivalmottos wie ,Mutig leben‘ hätte vor wenigen Jahren wohl noch Stirnrunzeln hervorgerufen. Mittlerweile haben wir kollektiv lernen müssen, dass unsere demokratischen und politischen Gewissheiten keine mehr sind“, betonte Festivalleiter Rolf C. Hemke. „Ohne das bewusste, mutige Handeln eines jeden und jeder Einzelnen von uns würden wir leichtfertig unsere eigene Zukunft preisgeben. Deshalb zeigt auch das Kunstfest Weimar erneut Courage, Rückgrat, Haltung.“

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Das will das Kunstfest bereits zur Eröffnung: Die israelische bildende Künstlerin Sigalit Landau präsentiert am Mittwoch ab 15.30 Uhr im Turm des ehemaligen Gau-Forums eine in, für, über Weimar und Aspekte der Weimarer Geschichte erarbeitete Video-Installation.
Tanzprojekt zur Einstimmung für das breite Publikum
Auf dem Theaterplatz eröffnet der libanesische Choreograf Omar Rajeh um 18.15 Uhr mit seinem vielköpfigen Projekt „Dance People“ das Festival für das breite Publikum. Im Museum Zwangsarbeit stellen Jakob Ganslmeier und Ana Zibelnik ab 15.30 Uhr eine Videoinstallation vor, ihre Reflexion zu neufaschistischem Körperkult auf TikTok.
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In der Redoute zeigt der südafrikanische Regisseur Brett Bailey ab 20.30 Uhr seinen „Faust II“-Kurzschluss unter dem nicht von ungefähr auf Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX anspielenden Titel „FaustX“ – eine laut Rolf C. Hemke „klug, absurd, auch bitter-komisch zur Erkennbarkeit verzerrte Spiegelung aktueller politischer Realitäten“. red




