Weimarer Stadtlauf garantiert Abkühlung im Ziel
Der Weimarer Stadtlauf geht in seine 34. Runde. Am Samstag, 11. Oktober, veranstalten die Stadt Weimar und der Sportverein HSV Weimar das Laufevent mit einer Besonderheit: Auch in diesem Jahr wird von 13 bis 17 Uhr die Schwimmhalle des Schwanseebads geöffnet, wo die Teilnehmenden nach dem Lauf ein paar Bahnen schwimmen können.

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„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Stadtwirtschaft Weimar einen starken Partner an unserer Seite haben, der es ermöglicht, dass das Ausschwimmen seit Jahren ein fester Bestandteil des Stadtlaufs ist“, sagt Hans-Georg Timmler, Vorstandsvorsitzender des HSV Weimar. Auch die Stadtwirtschaft Weimar unterstreicht die Bedeutung der Kooperation: „Der Stadtlauf ist ein wichtiger Termin im Weimarer Sportkalender. Wir unterstützen den HSV Weimar gern und öffnen unsere Türen für das Ausschwimmen“, so Bernd Wagner, Geschäftsführer der Stadtwirtschaft Weimar. Die Anmeldung zum Stadtlauf ist noch bis zum 9. Oktober beim HSV Weimar online möglich. red
Bauarbeiten in Legefeld gestartet
Am Bürgerhaus in Weimar-Legefeld sind Bauarbeiten gestartet. Um den Zugang barrierefrei zu gestalten, erhält der Haupteingang erhält eine neue Treppenanlage mit Rampe, informiert die Stadtverwaltung Weimar. Außerdem wird die Außenanlage mit Sitzplätzen und neuen Bäumen aufgewertet. In dieser Bauphase bleibt das Bürgerhaus geöffnet. 2026 sollen weitere Sanierungsschritte folgen, darunter die Modernisierung der Heizungsanlage mittels Wärmepumpe, der barrierefreie Umbau der Sanitäranlage im Erdgeschoss sowie Arbeiten an der Elektroinstallation.
Schon seit Längerem bestehe der Bedarf, im Bürgerhaus die baulichen Gegebenheiten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu verbessern. Zudem sei die vorhandene Heizungsanlage verschlissen und ineffizient. Perspektivisch soll zudem das Dachgeschoss als Jugendzimmer ausgebaut werden. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, Fördermittel für diese Maßnahmen zu akquirieren, hat die Stadt Weimar kurzfristig über das Leader-Programm Zuschüsse in Höhe von 49.000 Euro erhalten.
Den Taten des Großvaters auf der Spur
Der eigene Großvater war ein SS-Mann und Mördergehilfe – dieser Tatsache stellt sich der Journalist Lorenz Hemicker in seinem Buch „Mein Großvater, der Täter“, aus dem er am Donnerstag, 9. Oktober, um 20 Uhr im DNT Weimar liest. In Kooperation mit der Kulturdirektion der Stadt Weimar lädt das Deutsche Nationaltheater dazu ein. In dem sehr persönlichen Buch geht der Autor der Frage nach, wie das Verbrechen eines Familienmitgliedes die nächstfolgenden Generationen prägen kann: Im Spätherbst des Jahres 1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27.000 Juden im Wald von Rumbula. Die Gruben für diesen Massenmord konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker, der Großvater des Autors – verurteilt wurde er dafür nie. Jahrzehnte später nimmt Lorenz Hemicker die Spurensuche auf, die ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust und in die deutschen Weltkriegsarchive führt. Kevin Hanschke, Referent für internationale Kulturpolitik, moderiert die Lesung. Es gibt noch Karten. red
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Ein Abend, zwei Konzerte im Mon Ami
Zwei Konzerte an einem Abend erlebt am Mittwoch, 8. Oktober, das Publikum im Mon Ami. Zunächst spielt um 20 Uhr das Aban Ensemble, ein Quintett aus persischen Frauen, die ihren Zuhörenden eine Mischung aus traditionellen persischen Klängen und eigenen Arrangements und Improvisationen präsentieren. Die fünf aus dem Iran stammenden Musikerinnen beleben mit ihrer eigenen Perspektive das musikalische Erbe Persiens und heben die Musik mit traditionellen Instrumenten Tar, Kamancheh, Daf, Dayere und Tombak in das Jetzt.
Außerdem erklingt brasilianische Musik vom Ensemble „Choro-TMS“. Unter der Leitung des Doktoranden und Mandolinisten Tiago Santos spielt ein bunter Mix aus Instrumenten von Cello über Harfe, Klavier und Fagott traditionelle Instrumentalmusik. Das Projekt wurde am Unesco-Lehrstuhl für Transcultural Music Studies des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena entwickelt. Nicht zuletzt gibt es eine Soundinstallation von „MC Madeleine“, einer Musikethnologin am Musée d’ethnographie de Genève. Sie bringt eine Auswahl aus 5000 Vinyl-LPs aus dem Tonarchiv des Museums zu Gehör. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. red
Erinnerung an Kinderbuch-Zeichner Bofinger
Künstler oder Handwerker? Diese Frage stellt sich beim Anblick der Arbeiten von Manfred Bofinger (1941-2006). Der Cartoonist und Grafiker hinterließ ein äußerst umfangreiches Werk. Seit 1972 illustrierte er vorwiegend Kinderbücher. Am Mittwoch, 8. Oktober, erinnert die Lese- und Gesprächsreihe „Kindheitsbücher“ in der Literaturetage an Bofinger und seine Bücher. Beginn ist 16 Uhr, der Eintritt ist frei. red
Erstmals Textilkunst in Niedergrunstedt
Wenn Chriseldis Langbein am 11. Oktober, 15 Uhr, ihre Ausstellung „Roter Faden auf weißem Stoff“ eröffnet, ist erstmals Textilkunst im Hofatelier in Niedergrunstedt zu sehen. Die Textilkünstlerin ist auch aus dem Ensemble des Weimarer Modetheaters „Gnadenlos schick“ bekannt, ebenso wie Christel Schöne, die bei der Vernissage die Laudatio hält. Uta Heimann begleitet die Veranstaltung musikalisch. Danach ist die Textilkunst noch bis 2. November im Hofatelier zu sehen. red
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Architektur und Farbenlehre: Blick auf Coudrays Werk
„Coudray, Goethe und die Farben des Klassizismus“ – Darüber spricht am Donnerstag, 9. Oktober, auf Einladung des Freundeskreises Goethe-Nationalmuseum Architektin Luise Nerlich im Festsaal des Goethehauses. Den 250. Geburtstag Coudrays nimmt Luise Nerlich zum Anlass, um über das Wirken des Baumeisters im klassizistischen Weimar zu sprechen und dabei die Rolle der Farbigkeit in der Architektur der Goethezeit zu thematisieren. Nicht unbedeutend sei dabei auch Goethes Gesteinssammlung am Frauenplan.
Luise Nerlich ist promovierte Architektin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Bauformenlehre der Bauhaus-Universität Weimar tätig. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt im Bereich der baukulturellen Bildung. Sie untersucht insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Musik und Architektur im Entwurfsprozess, widmet sich der Form- und Farbenlehre sowie der Vermittlung architektonischer Phänomene, sowohl in der architektonischen Grundlehre als auch in der Kommunikation mit Laien. red





