Tag der offenen Tür und Samstagskonzert im Musikgymnasium Schloss Belvedere am 15. November 2025

Am Samstag, dem 15. November öffnet das Musikgymnasium Schloss Belvedere seine Türen und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa, aber auch neugierige Besucher aus der Region zu einem Tag der offenen Tür. Neben Einblicken in die musikalischen Fächer und das Prozedere der Aufnahmeprüfung am staatlichen Spezialgymnasium ist öffentlicher Demonstrationsunterricht in den Fächern Violine, Violoncello und Schlagwerk mit Lehrkräften der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zu erleben. Zum Auftakt ist 13 Uhr ein Posaunen-Ensemble des Musikgymnasiums im Foyer des Schulhauses zu hören. Im Anschluss stehen Schüler- und Elternvertreter, Lehrerinnen und Erzieher für Gespräche zum Lernen und Leben in Belvedere zur Verfügung. Parallel gibt es Führungen übers Gelände und Präsentationen in Unterrichtsräumen.

Das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar öffnet am Samstag, dem 15. November ab 13 Uhr seine Türen, gegen 15 Uhr findet ein Samstagskonzert statt.
Das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar öffnet am Samstag, dem 15. November ab 13 Uhr seine Türen, gegen 15 Uhr findet ein Samstagskonzert statt.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Musikalisch abgerundet wird der Tag mit einem Samstagskonzert im großen Saal des Musikgymnasiums, in dem Schülerinnen und Schüler Solo- und Kammermusik von Johann Nepomuk Hummel, Wolfgang Amadeus Mozart, Henri Vieuxtemps oder Anton Stepanowitsch Arenski erklingen lassen. In diesem Konzertprogramm zeigt sich die Vielfalt des Musikgymnasiums, das neben allen Orchesterinstrumenten auch Klavier, Orgel, Akkordeon, Blockflöte, Gitarre, klassischen Gesang oder Komposition ausbildet. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. red

Festgottesdienst in der Herderkirche: 150 Jahre Schwestern- und Bruderschaft des Sophienhauses

In diesem Jahr feiert die Schwestern- und Bruderschaft des Sophienhaus in Weimar das 150. Jubiläum ihrer Gründung. Gestiftet wurde die damalige Schwesternschaft am 21. November 1875 von der Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach zur Versorgung ihres Großherzogtums mit Krankenpflegerinnen.
Im Anschluss an den Bau und die Eröffnung des Mutterhauses 1886 erhielt die Schwesternschaft regen Zulauf und erarbeitete sich große Verdienste auch weit über Weimar hinaus.

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Zur Feier des 150. Jubiläums versammeln sich die Schwestern und Brüder der diakonischen Gemeinschaft in Weimar im Rahmen ihres traditionellen Aufatmen-Wochenendes vom 14. bis 16. November.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein festlicher Gottesdienst am Sonntag, 16. November, um 10 Uhr in der Herderkirche, den Rektor Ramón Seliger und Superintendent Henrich Herbst gestalten. Zum anschließenden Empfang im Herdersaal haben auch Oberbürgermeister Peter Kleine (CDU), Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach und Oberin Constanze Schlecht, die Vorstandsvorsitzende des Zehlendorfer Verbandes. red

Außenseiter Goethe? Lesung zu 250 Jahre Weimarer Goethe und Goethes Weimar

 Am 7. November 1775 kam Goethe nach Weimar: ein gefeierter Jungstar der Literaturszene, Autor des „Werther“, der ihn in ganz Europa berühmt gemacht hat, bejubelt und beargwöhnt als Verführer der Jugend... Carl August wollte mit dem Genie seinem Herzogtum Glanz verleihen. Und Goethe – was zog ihn in das Provinznest, was hielt ihn und ließ ihn auch nach seiner Auszeit in Italien wieder zurückkehren? Warum ging er nicht nach Leipzig, Berlin oder Frankfurt? Schloss er einen faulen Frieden mit dem Residenzdorf, um hier den Dichterfürsten zu spielen? War er doch ein „Fürstenknecht“, wie Börne ihn nannte? Und welches Erbe wurde in Weimar zelebriert, welches ausgeklammert, verdeckt, gar unterdrückt?

Um diese Fragen kreist das Herbstheft der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum. Am 20. November stellen Annette Seeman und Chefredakteur Jens-F. Dwars ab 19 Uhr das Heft in der Literaturetage der Eckermann-Buchhandlung Weimar vor. Seemann, die eine Kulturgeschichte Weimars sowie prägnante Frauenporträts der Klassik verfasst hat, umreißt die Wirkungsgeschichte des Weimarer Goethes. Dwars hat Bücher über den Jenaer und den Weimarer Goethe geschrieben sowie dessen „Erotica“ mit Zeichnungen von Gerd Mackensen herausgegeben. Sie fragen: „Wie wäre es, wenn wir Goethe nicht mit seinen Denkmälern verwechseln würden: Kein Bestsellerautor, seine naturwissenschaftlichen Entdeckungen sämtlich von der Fachwelt abgelehnt, als Politiker weder ein Vertreter des Hofes noch des Bürgertums. War Goethe gar nicht der Mittelpunkt einer Epoche, die wir irrtümlich nach ihm benennen, war er nicht vielmehr ein Außenseiter, der seine Randexistenz in Weimar für experimentelles Denken und Dichten nutzte? Ein Goethe, der erst noch zu entdecken wäre?!“ red

Nicht nur märchenhafte Theaterwoche im Galli Theater Weimar                                            

Volles Programm im Galli Theater Weimar im November: Der Clownklassiker „Amanda“ ist am Dienstag, dem 18. November um 20 Uhr zu sehen. Der Froschkönig für Erwachsene am Mittwoch 19. und Donnerstag 20. November jeweils 20 Uhr verspricht ein lustvolles Beziehungsmärchen. „Die 7 Typen Show“ läuft am 21. November gegen 20 Uhr. Die Bremer Stadtmusikanten sind am Samstag, dem 22. und Sonntag, dem 23. November jeweils um 16 Uhr auf der Bühne. Die explosive Komödie „Ehekracher“ füllt den Samstagabend startend um 20 Uhr. In einem Theaterprojekt unter der Leitung der Theaterpädagogin und Schauspielerin Sigrun Stiehl haben Kinder das Märchen „Prinzessin auf der Erbse“ eingeprobt, dass sie am Sonntagvormittag gegen 11 Uhr ihren Erwachsenen zeigen. red

Nostalgiezug Ludmilla fährt für Tagesausflug nach Dresden

Am 29. November veranstaltet der Thüringer Eisenbahnverein, der in Weimar Thüringens größte historische Schienenfahrzeugsammlung erhält und pflegt, eine große Sonderfahrt von Weimar ins weihnachtliche Dresden. Der Nostalgiezug, welcher aus Wagen der Deutschen Reichsbahn im Stil der 80er Jahre besteht, wird von einer Diesellok der Baureihe 232, auch Ludmilla genannt, gezogen.

Von Weimar aus geht es mit Halt in Naumburg und Weißenfels über die Thüringer Stammbahn, dem Leipziger Ring, Riesa nach Dresden. Dort können die Fahrgäste die Stadt und ihre Attraktionen fünf Stunden lang auf eigene Faust erkunden, darunter am ersten Adventswochenende der legendäre Striezelmarkt, der in wenigen Gehminuten vom Hauptbahnhof erreichbar ist. Auch die weiteren Attaktionen wie Semperoper, Elbufer, historische Innenstadt mit dem Zwinger sind fussläufig oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Abfahrt im Weimarer Bahnhof ist gegen 8.20 Uhr geplant, die Rückankunft für circa 22 Uhr. Fahrkarten und Informationen gibt es bei Steffen Kloseck unter 01773385415 oder im Netz unter www.thueringer-eisenbahnverein.de. red

Preis der Stiftung Ulla und Eberhard Jung für junge Thüringer Kunst geht an Sarah Spitzer

Jury der Stiftung Ulla und Eberhard Jung Klassik Stiftung Weimar
Die Jury der Stiftung Ulla und Eberhard Jung vor dem prämierten Werk von Sarah Spitzer (v.l.n.r.: Dr. Stephan Dahme (Kustode, Klassik Stiftung Weimar), Dr. Thomas Leßmann (Verwaltungsdirektor und Vizepräsident der Klassik Stiftung Weimar), Ulla Jung (Stifterin), Konstantin Bayer (Galerie EIGENHEIM, Weimar), Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland (Verband Bildender Künstler Thüringen e.V.) © Klassik Stiftung Weimar | Andrea Dietrich 

In diesem Jahr geht der Preis der Stiftung Ulla und Eberhard Jung an die in Weimar lebende Künstlerin Sarah Spitzer und ihren medienübergreifenden Werkkomplex „Die Entfremdung des Vertrauten“ (2022/2025). Thomas Leßmann, Verwaltungsdirektor und Vizepräsident der Klassik Stiftung Weimar, freut sich über das prämierte Werk, das mit der Auszeichnung in den Bestand der Museen eingeht: „Die Arbeit von Sarah Spitzer überzeugte die Jury durch ihren starken Gegenwartsbezug und durch die hohe ästhetische Qualität der künstlerischen Umsetzung in den Medien der Fotografie und Installation.“

Der prämierte Werkkomplex besteht aus vier aufeinander bezogenen performativen Fotografien, die 2022 von der Künstlerin im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar geschaffen wurden, sowie einem weiteren Objekt aus Kiefernnadeln und Baumwollstoff. Im Mittelpunkt steht für Sarah Spitzer die Frage nach dem spannungsvollen Wechselverhältnis aus Nähe und Distanz zwischen Mensch und Natur im Zeitalter des Anthropozäns. Durch ihren sinnlichen, assoziativen Umgang mit der für die jüngere Generation immer drängenderen Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Natur öffne die Künstlerin auf erfrischende Weise neue Denk- und Erfahrungsräume, ohne pauschale Antworten zu geben: „Es geht um (Re-)Konstruktionsprozesse von Identität, Geschichte und um das menschengemachte Bild von der Beziehung zur Natur.“ Dabei ergeben sich auch Bezüge zu Fragestellungen, denen die Klassik Stiftung Weimar 2021 in ihrem Themenjahr „Neue Natur“ intensiv nachging.

Weitere aktuelle Beiträge aus Weimar und Umgebung

Von 2014 bis 2022 studierte Sarah Spitzer Freie Kunst und parallel Kunst auf Lehramt an Gymnasien. Studienaufenthalte, Künstlerresidenzen und Stipendien führten sie nach Finnland, Belgien, Schweden und zuletzt Island, wo ihre Arbeiten neben zahlreichen Ausstellungen in Weimar ebenfalls gezeigt wurden. red