Emilian ist ein aufgeweckter, fröhlicher Junge. Der Elfjährige kommt jetzt in die 5. Klasse und spielt gern Computer, wie wohl alle Jungs in diesem Alter. Er würde auch gern wie sie Fußball spielen, Fahrrad fahren, mit Freunden umherziehen – aber das kann Emilian nicht. Er leider seit seiner Geburt an Muskeldystrophie, verliert unweigerlich Muskelkraft, der Volksmund sagt Muskelschwund dazu.

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„Vor einigen Jahren konnte er noch mehrere hundert Meter laufen, da konnten wir auch mal ohne Rollstuhl aus dem Haus, das geht mittlerweile nicht mehr“, erzählt seine Mutter Susann Dürschmied aus Buttelstedt (Kreis Weimarer Land).

Thüringen hilft
Emilian ist elf Jahre alt und leidet an Muskeldystrophie. Dem Krankheitsbild entsprechend verliert er unweigerlich an Muskelkraft. Ein Rollstuhl-Fahrrad soll ihm die geliebten Ausflüge mit seinen Eltern Susann und Stefan Dürschmied (links) aus Buttelstedt ermöglichen. Thomas Börner aus dem Friedrich-Zimmer-Haus in Weimar hat das Thüringen-hilft-Projekt angestoßen.© Funke Medien Thüringen | Ingo Glase

Furchtbare Diagnose nach Bluttest

Bis zur Geburt verlief alles normal, doch die zögerliche Entwicklung macht ihr und ihrem Mann Stefan schon Sorgen. „Mit einem Jahr konnte er gerade mal sitzen, laufen erst mit zwei Jahren.“ Doch die Ärzte beruhigten immer wieder, trotz ständiger Erkrankungen. Erst auf Drängen der Eltern wurde ein umfangreicher Bluttest gemacht - mit furchtbarer Diagnose: Der Muskelzerfall war um das 70-Fache erhöht.

Andere Eltern verzweifeln daran, Susann Dürschmied, selbst in der Pflege tätig, schaltete sofort in den Arbeitsmodus: Was wird gebraucht, was ist zu tun? „Das hat mir geholfen, die Situation zu bewältigen. Aber es gibt auch Momente, wo selbst das nicht hilft“, gesteht die 41-Jährige.

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Familie kämpft für normalen Alltag trotz Hindernissen

Sie, ihr Mann Stefan und Emilians zwei Geschwister versuchen einen normalen Alltag, was nicht immer einfach ist. Der Freundeskreis des Jungen ist kleiner geworden, die Spielgeräte im Garten haben sie abgebaut, denn selbst sitzen kann Emilian auf dem Trampolin nicht mehr, er kann sich nicht mehr halten. Dennoch freut sich der Elfjährige am Leben, am meisten über die Fahrradausflüge mit seinen Eltern, quer durchs Weimarer Land. Doch für den Anhänger ist Emilian mittlerweile zu groß, zudem braucht er einen speziellen Rollstuhl, der ihm Halt gibt.

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Ein E-Rollstuhl-Fahrrad, das auf einer Rampe zwischen zwei Vorderrädern den Rollstuhl sicher transportiert, soll Emilian und seiner Familie weiterhin die geliebten Ausflüge ermöglichen. Mit 5000 Euro will „Thüringen hilft“, die Spendenaktion unserer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland, den Kauf unterstützen. So viel kostet ein gebrauchtes, überholtes und sofort verfügbares Rad beim Händler, für ein neues wäre mehr als das Doppelte nötig – und es wäre erst im Herbst verfügbar. „Doch Emilian plant ja jetzt schon die nächsten Ausflüge“, verrät Mutter Susann.

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DE89 8205 1000 0125 0222 20
Empfänger: Diakonie Mitteldeutschland
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