Was als fröhliche Geburtstagsparty begann, endete für eine junge Mutter in der kolumbianischen Stadt Cali tödlich. Die 23-Jährige wollte in einem Club ausgelassen feiern, doch eine gefährliche Alkohol-Challenge wurde ihr zum Verhängnis.

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Nach dem exzessiven Konsum brach sie zusammen und musste im kritischen Zustand in die Notaufnahme gebracht werden – dort konnten Ärzte ihr Leben nicht mehr retten. Die Tragödie erschüttert Kolumbien und wirft Fragen nach der Verantwortung auf.

Riskante Partyspiele: Cocktails, Shots und 350 Euro für die Sieger

Wie die kolumbianische Zeitung „El Espectador“ berichtet, fordert der Veranstaltungsort „Sagsa Bar“ regelmäßig seine Gäste heraus, an der Alkohol-Challenge teilzunehmen. Sie werden dazu animiert, sogenannte „Cucaracho“-Cocktails innerhalb von fünf Sekunden zu trinken.

Direkt im Anschluss folgt der nächste Kraftakt: Drei Shots und ein Bier, dann drei weitere Shots – diesmal ohne Hände. Im weiteren Verlauf wird ihnen für ganze 13 Sekunden Schnaps direkt in den Mund gegossen. Schließlich stehen noch acht verschiedene Shots an. Neben mehreren Freigetränken gibt es für die Gewinner einen Preis in Höhe von ungefähr 350 Euro. Wie der Vater der verstorbenen Frau gegenüber „TuBarco“ sagte, war seine Tochter nur wenige Drinks vom Sieg entfernt.

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Frau erleidet folgenschwere Aspiration – Ärzte stellen Hirntod fest

Für die 23-jährige María José Ardila endete die Challenge tragisch. Sie soll ohnmächtig geworden sein, sich im bewusstlosen Zustand übergeben und ihr Erbrochenes eingeatmet haben – dadurch kam es zur gefährlichen Aspiration, wie ihr Vater gegenüber lokalen Medien sagte.

Auf dem Weg ins Krankenhaus setzte Marías Atmung für etwa 17 Minuten aus. Laut Medienberichten mussten die Ärzte die junge Frau mehrfach reanimieren und stabilisieren, bevor sie intubiert und auf die Intensivstation gebracht wurde. Doch wenige Tage später stellten die Mediziner einen Hirntod fest. Ihre Familie entschied sich, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden, wie „El Espectador“ schreibt.

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Die 23-jährige María José Ardila, Studentin der Agrar- und Industrietechnik und Mutter eines zehn Monate alten Babys, nahm offenbar nur aus einem besonderen Grund an der gefährlichen Challenge teil: Sie wollte einer Freundin finanziell helfen, berichtete ihr Vater gegenüber kolumbianischen Medien.

Lokal reagiert nach Todesfall – Behörden prüfen Getränke und Ablauf

Nach dem tragischen Vorfall veröffentlichte die „Sagsa Bar“, in der die Geburtstagsfeier stattfand, eine Stellungnahme. Darin drückte das Lokal sein Mitgefühl für die Angehörigen der verstorbenen Frau aus und erklärte, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten zu wollen. „Wir stehen der Familie in dieser schweren Zeit zur Seite“, so die Bar in ihrem Statement.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat mittlerweile eine Untersuchung eingeleitet und toxikologische Tests angeordnet, um zu prüfen, ob die von María konsumierten Getränke verunreinigt waren. Die Gesundheitsbehörden in Cali rufen derweil zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf.