Am frühen Mittwochmorgen waren über Thüringen eindrucksvolle Polarlichter zu sehen. Unser Fotograf Sascha Fromm konnte sie am Himmel über dem Windpark Büttstedt nahe Struth sowie bei Dingelstädt im Landkreis Eichsfeld aufnehmen.
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Unser Heimatstern, die Sonne, zeigt sich derzeit besonders aktiv. Etwa alle elf Jahre erreicht sie in ihrem Zyklus ein Aktivitätsmaximum. In dieser Phase treten auf ihrer Oberfläche vermehrt Sonnenflecken (dunklere, kühlere Bereiche), Protuberanzen (gewaltige Gasfontänen) und Sonnenstürme auf – energiereiche Ausbrüche, zu denen auch sogenannte koronale Massenauswürfe gehören.

Diese Massenauswürfe schleudern riesige Wolken aus Sonnenplasma ins All. Treffen die elektrisch geladenen Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, werden sie zu den Polarregionen gelenkt. Dort regen sie in der oberen Atmosphäre Sauerstoff- und Stickstoffatome zum Leuchten an – es entstehen die farbenprächtigen Polarlichter, die wie schimmernde Vorhänge über den Himmel tanzen.
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Was die Farben bedeuten
Die Farben variieren je nach Art des Gases und der Höhe:
- Grüne Polarlichter (am häufigsten) entstehen meist durch Sauerstoffatome in etwa 120 Kilometern (km) Höhe
- Rote entstehen ebenfalls durch Sauerstoffatome, allerdings in höheren Schichten (etwa 200 km)
- Violette bis blaue Farbtöne entstehen durch ionisierten oder neutralen Stickstoff in etwa 100 km Höhe
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Solche Sichtungen sind in Deutschland aufgrund der geografischen Lage relativ selten, da sie hauptsächlich in den Polarregionen auftreten. Nur bei besonders starker Sonnenaktivität werden sie auch in unseren Breiten sichtbar.





