Für einen jungen Deutschen endete sein Urlaub in den Tiroler Bergen (Österreich) tragisch: Am Samstag verlor der Mann aus bisher nicht geklärten Gründen im Skiort Fügen-Kaltenbach im Zillertal bei der Abfahrt ins Tal die Kontrolle. Er kam von der Piste ab, stürzte über eine Kante in steiles Gelände und blieb in einem Wald 20 Meter unter der Piste liegen.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Das 22-jährige Unfallopfer kommt aus Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Jetzt wird gerätselt, was genau passiert ist. Anhaltspunkte gibt es nahezu keine. Für die Party-Destination Zillertal ist der tödliche Unfall mitten im ersten Saison-Höhepunkt, dem Weihnachts-Silvester-Peak, jedenfalls ein bitterer Tiefschlag.
Auch interessant
Der Unfall ereignete sich am Samstag gegen 14 Uhr auf der „Stephan Eberharter Goldpiste“, benannt nach dem österreichischen Skifahrer. Die Abfahrt ist mit der Farbe Schwarz ausgeschildert. Das bedeutet: höchster Schwierigkeitsgrad. Die Piste quert auch immer wieder die Trasse der Seilbahn. An einer solchen Querung dürfte der Unfall passiert sein. Die Abfahrt ist allerdings zumindest in Abschnitten die einzige Abfahrt direkt aus dem weitläufigen Skigebiet auf dem Berg hinunter ins Tal. Laut Wetterradar war die Sicht zur Unfall-Uhrzeit gut. Auch die Schneelage ist einigermaßen sicher – was bedeutet, dass Stürze abseits der Piste etwas weniger gefährlich sind, als ohne abfedernden Schnee.
Österreich: 22-jähriger Deutscher stirbt bei Skiunfall in Tirol
Nach dem Sturz wurden umgehend Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Laut der regionalen Polizei konnte der eingetroffene Arzt allerdings nur noch den Tod des Mannes bestätigen. Hinweise auf ein Fremdverschulden würden nach aktuellem Ermittlungsstand nicht vorliegen. Man geht von einem tragischen Unfall aus. Dessen genaue Ursache ist allerdings nicht geklärt. Ebenso unklar ist die genaue Todesursache. Laut Berichten war der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls alleine unterwegs. Darüber, wer die Rettungskräfte alarmiert hat, liegen keine Informationen vor.
Der Unfall fügt sich ein in eine Serie tödlicher Unfälle. Knapp vor Weihnachten war ein 41-jähriger Deutscher aus Bayern im Skigebiet Steinplatte tödlich verunglückt. Bei dem Mann handelte es sich um einen erfahrenen Wintersportler. Rund um Silvester kam es zudem zu schweren Rodelunfällen mit einem Toten und zwei Schwerverletzten. Hinzu kommen Unfälle in offenem Gelände, etwa zu Silvester auf einer gesperrten Piste in Kitzbühel, wo eine Lawine auf der legendären Streif-Abfahrt drei Jugendliche verschüttete und verletzte.
Auch interessant
Jeder vierte Wintersportler alkoholisiert unterwegs
Durchschnittlich kommt es in Österreichs Bergen laut Kuratorium für alpine Sicherheit jährlich zu 109 tödlichen Unfällen (10-Jahres-Mittel). Die mit Abstand gefährlichste Disziplin ist dabei das Skifahren in gesichertem Gelände. Das 10-Jahres-Mittel liegt hier bei jährlich 27 Todesopfern, weit vor Unfällen bei Skitouren in freiem Gelände (17) und Bergunfällen ohne Ski-Bezug (18).
Ein riesiges Problem auf den Pisten ist dabei der Einkehrschwung. Sprich: Alkohol. Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit war im Winter 2024/2025 jeder vierte Wintersportler in Österreich alkoholisiert unterwegs. Ein diesbezügliches Limit wie etwa in Italien (0,5 Promille) gibt es in Österreich nicht. Eine Alkoholisierung kann allerdings schadensersatzrechtliche Folgen haben.






