Es gibt Sachen, die sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Das galt auch für einen Blog-Eintrag auf der Webseite eines australischen Reiseveranstalters. Denn dort wurde für eine Attraktion im Norden Tasmaniens geworben. Blöd nur, dass die dort angepriesenen „ruhigen heißen Quellen“ gar nicht existieren. Sie waren lediglich eine Halluzination einer Künstlichen Intelligenz (KI).
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Wie „CNN“ berichtet, wurden auf der Seite von „Tasmania Tours“ die „Weldborough Hot Springs“ als Reiseempfehlung ausgegeben. Daraufhin bot sich für die Hotelbetreiber in der beschaulichen Stadt Weldborough ein bizarres Schauspiel: „Anfangs waren es nur ein paar Anrufe. Aber dann tauchten die Leute in Scharen auf. Ich bekam bestimmt fünf Anrufe am Tag, und mindestens zwei bis drei Leute kamen ins Hotel und suchten danach“, erinnert sich die Besitzerin des „Weldborough Hotels“, Kristy Probert.
Touristen verzweifeln in Tasmanien: Heiße Quellen in Weldborough entpuppen sich als Mythos
Ihre Antwort auf jede dieser Anfragen: „Wenn ihr diese heißen Quellen findet, geb’ ich euch ein Bier aus.“ Denn die heißen Quellen gibt es nicht. Es gebe zwar einen Fluss, den Weld River, der durch den Ort fliest. Doch dieser sei laut Probert „eiskalt“.
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Wie kam es also zu dieser rätselhaften Werbung? Scott Hennessey, der Inhaber der Firma „Australian Tours and Cruises“, die auch „Tasmania Tours“ betreibt, erklärte dazu gegenüber dem australischen Sender „ABC“ ganz selbstkritisch: „Unsere KI hat komplett versagt.“ Man habe die Erstellung der Marketingmaterialien an einen externen Anbieter ausgelagert und diese vor der Publikation nicht ausreichend geprüft. „Wir versuchen, mit den Großen mitzuhalten. Dazu gehört auch, dass man seine Inhalte ständig aktualisieren und neu gestalten muss. Wir sind keine Betrüger“, so Hennessey.
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Tourismus-Expertin kann über KI-Panne lachen – warnt aber vor riskanten Touren
Die Professorin für Tourismus an der Southern Cross University in Australien, Anne Hardy, nannte die KI-Panne im Gespräch mit „CNN“ „ziemlich amüsant“. Sie habe Verständnis und Mitleid mit den Betreibern der Webseite, die ihrem Eindruck nach keine schlechten Menschen seien, sondern nur einen Fehler gemacht hätten. „In Weldborough gibt es viel zu unternehmen. Nur keine heißen Quellen.“

Hardy warnte jedoch vor den Gefahren, die KI für die Branche und Touristen darstelle. So verließen sich immer mehr Menschen auf eine KI, um etwa Wandertouren zu planen, anstatt sich über offizielle Portale oder bei lokalen Reiseführern und Hotelangestellten zu informieren. In entlegenen Gebieten mit unvorhersehbaren Wetterlagen wie Tasmanien könne das schnell zum fatalen Risiko werden.






