Zum Beitrag „Ignoranz und Verunsicherung“ vom 15. April:

Der Leitartikel hat mich verblüfft. Es muss doch möglich sein, zu diesem Thema zwischen linker Migrationsromantik und rechter Fremdenfeindlichkeit ein klares nationales Interesse zu formulieren. Dass unsere Gesellschaft Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften benötigt, ist unstrittig. Jeder Syrer, der die deutsche Sprache gelernt und sich qualifiziert hat, hier einer Arbeit nachgeht und unsere Werte teilt, ist willkommen. Syrer, die das auch nach acht bis zehn Jahren Aufenthalt in Deutschland nicht zustande gebracht haben, müssen in ihre alte Heimat zurück. Das ist doch keine Frage der Freiwilligkeit mehr. Sie müssen ihr Land wieder aufbauen – das kann von uns dort (!) unterstützt werden, aber nicht dadurch, dass diese jungen Männer weiter hier alimentiert werden. Deutschland hat aktuell für Migration und Flüchtlinge einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag aufzubringen – das treibt viele dafür zuständige Kommunen in die Zahlungsunfähigkeit. Rund 50 Prozent der Bürgergeldausgaben gehen an ausländische Staatsangehörige. Dieses Geld ist von der hier arbeitenden Bevölkerung aufzubringen. Ich hätte mir von einem Leitartikel mehr Rücksichtnahme auf die aktuellen Probleme unseres Landes gewünscht.
Jörn Uth, Eisenach

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Zum Beitrag „Richtig streiten kann man lernen“ vom 9. April:

Es ist sehr verdienstvoll von der TA, eine Seite für Kinder eingerichtet zu haben. Hauptthema der Seite vom 9. April ist das Thema Streit. Eine Bildunterschrift lautet: „Gewalt ist keine Lösung, wenn man sich streitet.“ Streiten ist an sich nichts Schlimmes, wenn am Ende eine Lösung gefunden wird. Unterschiedliche Meinungen und Streit gehören zum Leben dazu. Weiter heißt es im Beitrag: „Gut zu streiten, kann man lernen. Versuche, Verständnis für den anderen zu haben! Oft ergeben beide Seiten in einem Streit Sinn. Denk daran: Das Ziel ist nicht, zu gewinnen, sondern einen Kompromiss zu finden. Achte darauf, wie es dir und der anderen Person geht.“
Diese richtigen und nachvollziehbaren Schlussfolgerungen werden aber im letzten Absatz über sich streitende Länder über den Haufen geworfen. Wie können Kinder Erwachsene ernst nehmen, wenn sie einerseits hören, dass sie auf Gewalt beim Streiten verzichten sollen, aber dann lesen müssen, dass es Krieg zwischen Ländern geben kann, wenn so ein Streit eskaliert? Gibt es an dieser Stelle nicht eine Pflicht, darauf hinzuweisen, welche Folgen dieser Streit in Form eines Krieges für die Menschen hat?
Joachim Hezel, Bad Sulza

Zum Beitrag „Pragmatismus auf Schienen“ vom 15. April:

Der Bezirk der Reichsbahndirektion Halle reichte nicht nach Erfurt. Im Text wird ja die Reichsbahndirektion Erfurt selbst erwähnt. 
Die von der Besatzungsmacht verfügte Demontage der zweiten Gleise erfasste im Bereich der Rbd Erfurt auch die Strecken Halle – Ahrenshausen, Neudietendorf – Wartha, Neudietendorf – Rentwertshausen und Großheringen – Probstzella. Zwischen Erfurt und Neudietendorf wurden die Gleise 3 und 4 abgebaut. Erwähnt werden muss auch die Demontage der Anlagen des elektrischen Zugbetriebes inklusive Bahnkraftwerk in Muldenstein und die Requirierung der E-Loks. In der Rbd Erfurt betraf dies die Strecke Weißenfels – Probstzella.
Übrigens trug die Bahnverwaltung in der Bizone (der Zusammenschluss der amerikanischen und der britischen Besatzungszone) bis 1949 ebenfalls die Bezeichnung Deutsche Reichsbahn.
Joachim Hartung, Gotha

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Zum Beitrag „Gas vom russischen Aggressor kaufen?“ vom 14. April:

In letzter Zeit habe ich mich vermehrt über die Wortwahl der Journalisten gewundert. Im Leitartikel dieser Ausgabe war mir sehr negativ aufgefallen, wie Bürger bezeichnet werden. „Anhänger der Grünen“ ist ja noch okay, aber „Gefolge von BSW und AfD“ scheint mir danebenzuliegen, nicht nur das Wort (der Gebrauch ist eher historisch zu werten, gleichzusetzen mit Hofstaat …), sondern auch die Bedeutung beinhaltet aus meiner Sicht gehorsames Folgen, ohne eigene kritische Meinung. Diese Wertung in einem Leitartikel erscheint mir unangemessen und beleidigend. Das sollte nicht Ziel des Journalisten sein. Zumal das Thema des Leitartikels unter der Bevölkerung kontrovers diskutiert wird, da sollte man nicht so polarisieren.
Silvia Otto, Arnstadt

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