Ein Forscher-Team der Universität Quindío hat in Kolumbien eine neue Spinnenart beschrieben. Die Art erhielt den Namen „Pikelinia floydmuraria“ – eine Anspielung auf die Rockband Pink Floyd und ihr Album „The Wall“. Der zweite Namensbestandteil „muraria“ leitet sich vom lateinischen Wort für „Mauer“ ab und verweist auf ihren Lebensraum: Mauern von Parkhäusern und Gebäuden. Ein entsprechender Artikel wurde in der Fachzeitschrift „Zoosystematics and Evolution“ veröffentlicht.

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Demnach ernährt sich die wenige Millimeter große Spinne vor allem von Fliegen, Ameisen und Käfern – darunter Gruppen, die Krankheitsüberträger umfassen. In Städten könnten die Tiere damit in kleinem Umfang zur Reduktion lästiger Insekten beitragen, so die Forscher.

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Bis zu 30 Individuen pro Quadratmeter

Besonders hohe Dichten fanden die Forschenden an beleuchteten Mauern in der Stadt Ibagué: Dort wurden – inklusive Jungtiere – bis zu 20 bis 30 Individuen pro Quadratmeter gezählt. Das Licht zieht Fluginsekten an, wovon die Spinnen durch den Netzbau in unmittelbarer Nähe offenbar profitieren.

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P. floydmuraria zählt zur Familie der sogenannten Lochröhrenspinnen, die Spalten und Ritzen besiedeln und häufig in bewohnten Gebieten vorkommen. In Kolumbien war aus dieser Gruppe bislang erst eine Art bekannt. Darüber hinaus fanden die Forscher drei weitere, bislang unbestimmte Populationen derselben Gruppe in anderen kolumbianischen Regionen. Angesichts derzeit nur 20 anerkannter Lochröhrenspinnen-Arten in ganz Südamerika könnte die Vielfalt deutlich unterschätzt sein.

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