Zum Beitrag „Schulleiterin schildert vor Gericht dramatische Situation eines Schülers“ vom 21. April:

Der Artikel über das traurige Schicksal des behinderten Jugendlichen könnte spannend für AfD-Wähler sein. Sollte die AfD Regierungsverantwortung übernehmen, wird es viele solcher Beispiele geben. Laut deren Wahlprogramm ist das Leben eines derart Beeinträchtigten nicht lebenswert. Die Schulpflicht wird dann eh ausgesetzt, sodass solche Vernachlässigungen auch gar nicht mehr auffallen. Inklusion wird ein Fremdwort werden und verpönt. Förderung wird es künftig nicht mehr geben. Das zeigen schon die Planungen der derzeitigen Bundesregierung. Mit den Kürzungen in der Jugend- und Behindertenhilfe scheint der Weg für eine Koalition mit der AfD geebnet und vorbereitet. Das sollten nicht nur alle berücksichtigen, die auf Hilfe angewiesen sind. 
Sabine Schmidt, Erfurt 

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Zum Beitrag „Sorge vor steigenden Heizkosten“ vom 21. April:

Die Wohnkosten steigen und Mieterbund und SPD-Bauministerin wollen Mieter entlasten, indem Gaskosten, die die Kosten vergleichbarer Wärmepumpen übersteigen, die Vermieter tragen sollen. Bevor man kleinen Vermietern das Leben schwer macht, sollte erfasst werden, wie viel Prozent öffentlicher Gebäude über Wärmedämmung und Wärmepumpen verfügen. Das Ergebnis wird sicher ernüchternd ausfallen. Kleine Vermieter sollen Modernisierungen bezahlen, für welche die öffentliche Hand kein Geld hat. Wer vermieten möchte, sollte sich das gut überlegen.
Jochen Schramm, Erfurt

Zur Wahl in Ungarn:

In Ungarn ist Viktor Orban abgewählt. Große Freude in der EU und überschwängliche, fast schon euphorische Glückwünsche. Doch wie ich erfahren habe, will Herr Magyar nicht unbedingt in die Arme Europas und vor allem der EU zurückkehren. Er sieht Reformen in seinem Land vor, aber er will auch Forderungen an die EU stellen. Es ist beispielsweise nicht schlecht, Korruption bekämpfen zu wollen. In dieser Beziehung hätte aber jede Regierung in jedem Land mehr als genug zu tun. Die EU, ganz besonders Deutschland, unterstützt mit Milliarden an Steuergeldern die Ukraine, eines der korruptesten Länder überhaupt. Steuergelder der Bürger, die sie täglich erarbeiten, und die Regierung gibt sie als „milde Gabe“ weiter. Ohne Zustimmung und zum Schaden unseres Landes. Ist das nicht korrupt in höchstem Maße?!

PK nach konstituierender Sitzung in Ungarn
Peter Magyar, Vorsitzender der bei den Wahlen siegreichen Tisza-Partei, ist der neue starke Mann Ungarns. Welche Richtung wird er mit seiner Politik einschlagen?© Robert Hegedus/MTI/AP/dpa | Robert Hegedus

Die Zukunft wird zeigen, wie sich der zukünftige Ministerpräsident Ungarns entwickelt. Ersten Anzeichen nach aber nicht so, wie’s gewünscht ist. Er ist jung und wird sich nicht bedingungslos von der EU regieren lassen. Hoffentlich!
Karin Gärtner, Gräfenroda

Zum Thema Kernkraft:

Viele Leser werden sich erinnern, dass die deutsche Abkehr von der Kernenergie nicht allein der Katastrophe von Fukushima geschuldet war, sondern auch dem Wahlkampf kurz vor den Landtagswahlen 2011 in Baden-Württemberg. Die CDU wollte damit punkten, konnte aber ihre Ziele auch damit nicht erreichen. Natürlich besteht noch immer das Problem der Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Immerhin hat die Situation in der Asse (und auch in Gorleben) gezeigt, dass es in einem Salzgestein mit sehr hoher Wasserlöslichkeit und niedrigem Schmelzpunkt nicht geht.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

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Was möglich ist, sieht man in Finnland, wenn dort auch die geologischen Bedingungen vielleicht günstiger sind als bei uns. Nun brauchen wir in Deutschland aber 30 bis 50 Jahre, um erst einmal einen Standort für ein Endlager zu finden. Bei aller notwendigen Gründlichkeit: Man gewinnt den Eindruck, dass aus dem Volk der Dichter, Denker und Ingenieure ein Volk der Bedenkenträger und Bürokraten geworden ist.
Dr. Ernst Freyburg, Grammetal/OT Daasdorf a. Berge

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