In diesem Jahr findet der Eurovision Song Contest in Wien statt – zum dritten Mal in der österreichischen Hauptstadt. Möglich gemacht hat das der österreichische Countertenor JJ, der 2025 in Basel mit „Wasted Love“ gewann und den Wettbewerb damit nach Österreich holte. Am Samstag, 16. Mai 2026, wird in der Wiener Stadthalle das Finale ausgetragen.

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35 Länder treten an; für Deutschland geht Sarah Engels mit dem Song „Fire“ ins Rennen. Die frühere „Deutschland sucht den Superstar“-Finalistin gewann Ende Februar den deutschen Vorentscheid und reist nun mit einer großen Fangemeinde, einer markanten Stimme und einer Dance-Pop-Hymne nach Wien.

In Berlin aber muss niemand allein vor dem Fernseher sitzen. Der ESC ist in der Hauptstadt längst kein bloßer Fernsehabend mehr, sondern ein gesellschaftliches Ereignis. Wenn Europa am Finalabend Punkte verteilt, verwandeln sich Bars, Clubs, Theater und Biergärten der Stadt in kleine Außenstellen Wiens. Ein Überblick darüber, wo Berlin am Finalabend gemeinsam mitfiebert.

ESC Public Viewing im Baergarten Berlin: Open-Air-Finale im Revier Südost

Einer der größeren Berliner Orte für das ESC-Finale ist der Baergarten im Revier Südost. Auf dem Gelände der alten Bärenquell-Brauerei in Niederschöneweide wird der Wettbewerb open air gezeigt. Der Ort ist auf Veranstaltungen mit mehreren Hundert Gästen ausgelegt; laut Revier Südost bietet der Baergarten Platz für bis zu 500 Personen sitzend.

Am 16. Mai beginnt das Public Viewing dort um 18 Uhr. Im Ticketpreis sind laut Veranstalter jeweils zwei Getränke enthalten, je nach Platzkategorie liegen die Preise zwischen 6 und 21 Euro. Der Rahmen ist entsprechend groß angelegt: mit Leinwänden, Sitz- und Stehplätzen und jenem „ESC-Feeling“, zu dem an diesem Abend auch Pizza, Loaded Fries und kühle Drinks gehören.

ESC-Finale im GLORIA Berlin: Dragqueen Amy Strong moderiert den Abend

Neben dem Baergarten zeigt auch das GLORIA im Revier Südost das ESC-Finale. Damit gibt es auf dem Gelände der alten Bärenquell-Brauerei gleich zwei Anlaufstellen für den Finalabend: draußen im Baergarten und drinnen im GLORIA mit moderierter Show. Die Dragqueen Amy Strong führt durch den Abend, der laut Veranstalter voller Pop, Show und „Punkte-Geschiebe“ sein soll. Der Einlass beginnt am Samstag, 16. Mai, um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro.

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ESC Public Viewing im Rauschgold: Finale mit Grand-Prix-Party in Kreuzberg

Klassischer, enger und wahrscheinlich lauter wird es im Rauschgold am Mehringdamm. Die Kreuzberger Bar überträgt laut Veranstaltungskalender alle drei ESC-Abende: das erste Halbfinale am 12. Mai, das zweite Halbfinale am 14. Mai und das Finale am 16. Mai jeweils ab 20 Uhr.

Nach dem Finale soll dort eine Grand-Prix-Party stattfinden. Der Eintritt ist frei; Reservierungen nimmt die Bar für diesen Abend nicht an. Wer dabei sein will, sollte früh kommen. Das Rauschgold schreibt selbst, es gelte das Prinzip: Die Ersten bekommen die besten Plätze. Maximal passen an diesem Abend etwa 80 Personen in die Bar.

BKA-Theater Berlin: ESC Public Viewing mit scharfer Zunge

Ebenfalls am Mehringdamm, aber in einem anderen Rahmen, zeigt auch das BKA-Theater das ESC-Finale. Statt Bartrubel steht dort die kommentierte Show im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Jacky-Oh Weinhaus & Rachel Intervention: ESC Public Viewing“ führen die beiden Drag-Hosts am Samstag, 16. Mai, ab 21 Uhr durch den Abend. Das BKA schreibt, wer keine Angst vor „scharfen Zungen“ und „zu viel Haarspray“ habe, sei dort richtig. Jacky-Oh Weinhaus und Rachel Intervention begleiten die ESC-Nacht demnach kritisch, vollmundig und alles andere als eintönig. Der Eintritt ist frei.

Zum schmutzigen Hobby: ESC-Finale mit Aftershow-Party auf dem RAW-Gelände

Auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain feiert die Bar „Zum schmutzigen Hobby“ den Eurovision Song Contest. Für Samstag, 16. Mai, kündigt die Bar ein Public Viewing mit großer Aftershow-Party an. Damit steht „Zum schmutzigen Hobby“ für jene Berliner Variante des ESC, bei der der Wettbewerb nicht mit den letzten „twelve points“ endet, sondern dann erst richtig beginnt. Der Einlass zum Public Viewing beginnt um 21 Uhr, Tickets kosten 18 Euro.

Wien ist Gastgeber des Eurovision Song Contest 2026.
Wien ist Gastgeber des Eurovision Song Contest 2026.© APA/dpa | Harald Schneider

AHA Berlin: Betreutes ESC-Public-Screening mit Live-Voting in Schöneberg

Wer den Eurovision Song Contest nicht nur schauen, sondern gemeinsam kommentieren, bewerten und auswerten möchte, findet in der AHA Berlin eine passende Adresse. Die Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft in der Monumentenstraße 13 in Schöneberg lädt am Samstag, 16. Mai, zum „Betreuten Public Screening zum ESC-Finale“ ein. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

Durch das Finale führen Gundel Schlauch und Cathérine. Sie präsentieren das Public Screening und begleiten den Abend mit dem beliebten AHA-Live-Voting. Das bedeutet: Das Publikum schaut nicht nur zu, sondern stimmt selbst ab und kürt seine eigenen Favoriten. In der Ankündigung weist die AHA auf eine begrenzte Anzahl an Plätzen hin. Vorbestellungen und Reservierungen sind nicht möglich; wer dabei sein möchte, sollte also früh kommen. Der Eintritt ist frei.

Prinzknecht Berlin: ESC-Finale mit Voting und KaDeWe-Gutschein

Auch im Prinzknecht in Schöneberg wird der ESC-Finalabend zur gemeinsamen Abstimmungssache. Die Bar kündigt auf einem Veranstaltungsplakat das „Grand Prix Finale“ für Samstag, 16. Mai 2026, ab 20 Uhr an. Das Motto lautet: „Mitfeiern, mitfiebern, mitvoten“. Damit ist klar, dass dort nicht nur zugeschaut wird: Das Publikum soll den Wettbewerb aktiv begleiten und seine eigenen Favoriten küren.

Zusätzlichen Anreiz bietet ein kleines Gewinnspiel. Laut Ankündigung erhält der erste Platz einen 100-Euro-KaDeWe-Gutschein, für den zweiten Platz wird ein 50-Euro-Gutschein vergeben. Für weitere Platzierungen sind ebenfalls Preise angekündigt, darunter Sekt.

ESC Public Viewing im Strassmann’s Berlin: Kostenloses Finale im Kiez

Kleiner und kieziger wird es im Strassmann’s. Die Berliner Kneipe zeigt am Samstag, 16. Mai, das ESC-Finale als Public Viewing – nicht als große Show, aber als gemeinsamer Abend in überschaubarem Rahmen. Nach Angaben des Veranstalters beginnt das Event um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Weil die Plätze begrenzt sind, wird aus dem kostenlosen Abend auch eine Frage des Timings: Wer sicher dabei sein möchte, sollte früh da sein.

ESC-Finale an der Wannsee-Welle: Finale am Wasser im Berliner Westen

Auch im Westen der Stadt gibt es ein Angebot. Die Wannsee-Welle kündigt für Samstag, 16. Mai, ein ESC-Public-Viewing direkt am Wannsee an. Los geht es laut Veranstalter um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Damit wächst die Berliner ESC-Karte über die üblichen Ausgehviertel hinaus. Wer nicht nach Kreuzberg, Friedrichshain oder Schöneberg fahren möchte, kann das Finale hier am Wasser verfolgen: mit großer Leinwand, Sommerabendstimmung, kühlen Getränken und gemeinsamem Mitfiebern bis zur letzten Punktevergabe.

Weitere Berliner ESC-Adressen könnten in den kommenden Tagen noch nachziehen oder ihre Programme kurzfristig veröffentlichen. Wer einen bestimmten Ort im Blick hat, sollte deshalb die Kanäle der jeweiligen Location prüfen.