Am heutigen Freitag, 8. Mai, eröffnet in Tribeca, New York City, eine Ausstellung rund um die Verbrechen des US-Financiers und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Sie wird zwei Wochen lang, also bis zum 21. Mai, geöffnet bleiben. Organisiert ist die Ausstellung vom Institute of Primary Facts.

Epstein-Akten: Nur ausgewählte Gruppen erhalten Zugang zu den Dokumenten

Den Kern der Ausstellung bildet der sogenannte „Donald J. Trump und Jeffrey Epstein Memorial“-Lesesaal, in dem die rund 3,5 Millionen Seiten umfassenden Epstein-Akten, die zu Beginn dieses Jahres vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, ausgestellt und einsehbar sind.

Jedoch erhält nur eine ausgewählte Personengruppe Zugang zu allen Teilen der Ausstellung: Wie etwa das US-Magazin „Wired“ berichtet, können lediglich Journalisten und Mitglieder der Strafverfolgungsbehörden die Akten durchlesen. Grund hierfür sei, dass das Justizministerium viele der in den Akten vorkommenden Namen noch nicht ausgeschwärzt habe, heißt es.

„Die Beweise in diesem Raum sind Beweise für eines der schrecklichsten Verbrechen in der amerikanischen Geschichte“

David Garrett, Hauptorganisator der Ausstellung

Neben der Einsicht in die Akten soll die Ausstellung zudem an die Opfer Epsteins erinnern – etwa in Form von auf dem Boden liegenden Kerzen, die die mehr als 1200 Opfer symbolisieren sollen. Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, soll ein internationales Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung und zum Missbrauch von jungen Frauen und minderjährigen Mädchen aufgebaut und betrieben haben.

„Die Beweise in diesem Raum sind Beweise für eines der schrecklichsten Verbrechen in der amerikanischen Geschichte“, so David Garrett, der Hauptorganisator der Ausstellung, gegenüber „Wired“. „Wenn Menschen durch diesen Raum kommen, hoffe ich, dass sie erkennen, dass wir in Amerika die Rechtsstaatlichkeit haben, und wenn sie aufstehen, können sie Maßnahmen ergreifen und Rechenschaft für die begangenen Verbrechen fordern.“

Beziehung von Trump und Epstein im Fokus

Nicht nur der Name des Lesesaals ist bei der Ausstellung der Verbindung zwischen Epstein und US-Präsident Donald Trump gewidmet. Ergänzend zu den Akten ist auch eine detaillierte Zeitleiste rund um die Beziehung der beiden Teil der Ausstellung. Diese ist für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich.

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Abigail Jackson, Sprecherin des Weißen Hauses, sagte hierzu gegenüber „Wired“, dass Trump „von allem, was mit Epstein zu tun hat, völlig entlastet wurde“ und dass der Präsident „mehr für Epsteins Opfer getan habe als für jeden anderen“. Diese Darstellung ist jedoch stark umstritten.