127.735,57 Euro haben unsere Leserinnen und Leser im vergangenen Jahr für unsere Aktion „Thüringen hilft“ gespendet. Damit konnten wieder viele soziale Projekte unterstützt und Wünsche erfüllt werden. So bekamen etwa Finn und Samuel in der Wohngruppe Oberheldrungen ein allergiefreies Kinderzimmer und das Erfurter Kinder- und Familienzentrum „Bärenstark“ ein neues Trampolin zum Toben. In Greiz wurde die Kindertrauergruppe „Lebensfarben“ unterstützt, in Keßlar bei Weimar der Kindergarten renoviert. In Mühlhausen konnten mit einer speziellen Weihnachtsaktion viele Wünsche von sozial benachteiligten Kindern erfüllt werden, in Neustadt an der Orla wurde der Verein Lebenshilfe unterstützt, ihm wurde das „Taschengeld“ der betreuten Personen gestohlen.

Zirkusprojekt wurde gerettet

In den vergangenen Wochen konnte „Thüringen hilft“ das Zirkusprojekt des Evangelischen Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Langula retten – nach dem kurzfristigen Absprung eines Sponsors stand das Projekt, auf das sich die Kinder schon so lange gefreut hatten, auf der Kippe. Nun konnten sie Anfang Mai ihre Künste als Artisten und Akrobaten vorführen.

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Und Felix aus Niederroßla konnte endlich seine Therapie auf dem Reiterhof des Vereins „Tierisch-Menschlich e.V.“ in Wormstedt bei Apolda beginnen – der 36-Jährige, der an einer Hirnschädigung leidet, hat in Pony Pedro einen treuen Freund gefunden. Bei gemeinsamen Spaziergängen kommt der junge Mann zur Ruhe, verliert seine Depressionen und gewinnt viel Lebensfreude.

Thüringen hilft
Felix aus Niederroßla und Pony Pedro, ein ausgewachsenes Therapiepferd vom Reiterhof Wormstedt, sind echte Freunde geworden. © Funke Medien Thüringen | Ingo Glase

Seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 spendeten unsere Leser insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro – 668 Anträge auf Unterstützung konnten damit bewilligt werden.

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Ausflug zu den Pinguinen in den Spreewald

Etwa der Wunsch von Leonie, Lena-Sophie (beide 16) und Sascha (17) aus der Kinder- und Jugendwohngruppe „Alte Post“ in Bad Sulza. „Wir wollten nach unserer Jugendweihe mal einen Ausflug allein unternehmen, sonst sind ja immer alle Kinder dabei“, verraten die drei, die als älteste Bewohner des Hauses derzeit auf die Selbstständigkeit vorbereitet werden. Auf Vorschlag ihrer Betreuerin Anne-Katrin Klaus sollte es zum Pinguin-Schwimmen in die „Spreewelten“ in Bad Lübbenau gehen: Dort leben, schwimmen und tauchen 30 Humboldt-Pinguine in einem eigenen Bereich, im Wasser nur durch eine dicke Glasscheibe von den Besuchern getrennt.

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Mit Pinguinen schwimmen kann man in den Spreewelten Bad Lübbenau - nur durch eine Glasscheibe von den possierlichen Frackträgern getrennt.© Spreewelten | Manuel Frauendorf

Doch für Fahrt, Eintritt und Übernachtung reichte das Budget nicht aus – mit der Unterstützung von „Thüringen hilft“ konnte die Fahrt vor wenigen Tagen doch stattfinden. „Das war echt schön“, schwärmt Lena-Sophie. „Wir konnten sie beim Schwimmen und Füttern beobachten, haben gesehen, wie sie auf dem Bauch übers Wasser surfen, das war wirklich witzig.“ Sascha fand es total spannend, die Tiere mal aus der Nähe zu sehen – „und nicht nur im Fernsehen.“ Übernachtet hat die kleine Reisegruppe in einem Hotel der Region – mit Restaurant. „Dort waren die Jugendlichen zum ersten Mal in einer Gaststätte“, erklärt Erzieherin Laura Pflenzel, „das können wir ihnen hier einfach nicht bieten, dafür haben wir kein Geld.“

Unbeschwerte Ferien für Kinder aus der Ukraine

Vielen tolle Ideen und Projekte drohen am Geld zu scheitern, das mussten auch Anatoli und Viola Michalis erfahren. Das Musiker-Ehepaar aus Weimar, Anatoli kam vor über 40 Jahren aus Kiew nach Thüringen, engagiert sich in der Hilfe für die Ukraine. Unter anderem natürlich mit dem, was sie am besten können: mit Musik. „Wir treten zum Beispiel mit einem musikalischen Clowns-Programm in Krankenhäusern auf, wo vom Krieg verletzte Kinder behandelt werden, wollen sie zum Lachen bringen, ihnen Lebensmut wiedergeben“, erklärt Anatoli, der auch schon Konzerte in Bunkern gegeben hat, weil die Sirenen einen Luftangriff ankündigten. Auch im größten ukrainischen Kinderkrankenhaus, der Ochmatdyt-Klinik in Kiew, hat er Kinder zum Lachen gebracht – bevor es bei einem schweren russischen Raketenangriff zerstört wurde. Anfangs ist er allein in sein Heimatland gefahren, dann hat ihn seine Frau begleitet.

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Das Weimarer Musiker-Ehepaar Anatoli und Viola Michalis (rechts) organisiert gemeinsam mit Antje Odenthal von der Kirchenkreissozialarbeit Weimar der Diakoniestiftung Thüringen Ferien für ukrainische Kinder in Thüringen.© Funke Medien Thüringen | Ingo Glase

Doch die Angst ist dort allgegenwärtig, Unbeschwertheit ein Fremdwort geworden. So entstand der Plan, 13 kriegsgeschädigte Kinder, zwei davon im Rollstuhl, sieben Mütter und fünf Pfleger nach Weimar einzuladen, um ihnen im September eine 12-tägige Auszeit vom Krieg und der ständigen Angst zu ermöglichen.

Nach dem Angriff auf ein Kinderkrankenhaus
Ein Blick auf die Schäden in einem von russischen Raketen getroffenen Teil des Okhmatdyt-Kinderkrankenhauses in Kiew. © DPA Images | Evgeniy Maloletka

Neben der ganzen Bürokratie sind es auch die Kosten, die bewältigt werden müssen: Rund 40.000 Euro. Doch es scheint zu klappen, freut sich Antje Odenthal von der Kirchenkreissozialarbeit Weimar der Diakoniestiftung Thüringen: „25.000 Euro hat die Staatskanzlei aus Lotto-Mitteln in Aussicht gestellt, 8000 Euro die Kinderhilfestiftung Jena. Für die Übernachtung samt Frühstück hat uns das Lenardo-Hotel in Weimar extra günstige Tarife gemacht.“ Die Spendenaktion „Thüringen hilft“ von unserer Zeitung und der Diakonie Mitteldeutschland will das Projekt mit 5000 Euro unterstützen.

Zeitung lesen und Gutes tun

Mit einer speziellen Abo-Aktion möchte Funke Medien Thüringen die Spendenaktion wieder unterstützen, im vergangenen Jahr konnten so 16.020 Euro auf das Spendenkonto überwiesen werden. Wer als Neukunde unsere Zeitung kennenlernen oder als Abonnent mit einem Geschenk-Abo Gutes tun will, kann mit 10 Euro „Thüringen hilft“ unterstützen. Denn dafür gibt es vier Wochen die gedruckte Zeitung samt digitalem Premium-Paket oder für acht Wochen das Digital-Paket. Jeder Cent davon wird auf das Spendenkonto überwiesen. Infos dazu hier

Ein Plattenspieler für einen betagten Abba-Fan

Zudem sollen in den kommenden Wochen weitere Wünsche in ganz Thüringen erfüllt werden: Mal geht es um einen Pflegesessel und mal um einen neuen Plattenspieler für einen betagten Abba-Fan in Weimar. Die Kinderoase Jena plant Sommerferien für sozial benachteiligte Kinder, die Christliche Suchthilfe in der Holzmühle Kämmeritz in Schkölen möchte einem ihrer Bewohner eine Stotter-Therapie ermöglichen.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

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Wer „Thüringen hilft“ bei der Umsetzung dieser Projekte unterstützen möchte:
Spendenkonto: DE89 8205 1000 0125 0222 20
Empfänger: Diakonie Mitteldeutschland
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