Nach dem verheerenden Erdbeben auf der südwestjapanischen Insel Kyushu (Japan) wächst die Opferzahl auf 28. Das teilte Regierungssprecher Minoru Kihara am Donnerstag (Ortszeit) in Tokio mit. Zuvor hieß es bereits, dass noch deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen sein könnten als bisher angenommen.

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Durch das Beben am Dienstagnachmittag (Ortszeit) wurden Gebäude und Straßen in der Region teils stark beschädigt, Dutzende Menschen erlitten örtlichen Medienberichten zufolge Verletzungen. In der besonders betroffenen Region Kumamoto suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden des Bebens.

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Erdbeben in Japan: Rettungskräfte suchen nach Vermissten in Trümmern

Vor allem in den Trümmern eines teilweise eingestürzten Einkaufszentrums in der Stadt Kashima werden noch Eingeschlossene vermutet. Als Ursache für die Explosion wird ein Gasleck vermutet. Der japanische Sender „NHK“ zeigte im Fernsehen Aufnahmen eines Autofahrers vom Moment der enormen Explosion, die Decken und Wände einstürzen ließ und das Stahlgerüst des Gebäudes freilegte. Laut dem Betreiber waren Mitarbeiter und Kunden zu diesem Zeitpunkt bereits wegen des Bebens aus dem Einkaufszentrum evakuiert worden.

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Hunderte Rettungskräfte sind auch an diesem Donnerstag vor Ort im Einsatz. „Wir haben bisher zehn Menschen herausholen können“, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde von Kumamoto. „Vier von ihnen waren definitiv tot, einer zeigte keine sichtbaren Lebenszeichen.“ Die anderen fünf Menschen hätten schwere bis leichte Verletzungen erlitten.

Erdbeben in Japan: Starkes Beben und Nachbeben erschüttern die Region

Das Erdbeben hatte die Region am Dienstagnachmittag erschüttert. Nach japanischen Angaben hatte es die Stärke 7,1; die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 6,8 an. Mehrere Nachbeben folgten. Kurzzeitig wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben und im Anschluss wieder aufgehoben.

Das Erdbeben der Stärke 7,1 richtete in Südwestjapan schwere Schäden an Gebäuden und Straßen an.
Das Erdbeben der Stärke 7,1 richtete in Südwestjapan schwere Schäden an Gebäuden und Straßen an.© AFP | Yuichi Yamazaki

Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Die Präfektur Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen kamen damals ums Leben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Zudem gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Infolge des erneuten Bebens wurde am Dienstag die Steinmauer der Burg beschädigt.

lth/ppe/dpa