Einst erinnerte das auf einer Spreeinsel mitten im Herzen von Berlin erbaute barocke Stadtschloss an königlich-kaiserliche Pracht, bevor es im Zweiten Weltkrieg zerbombt und 1950 gesprengt wurde. Ab den 1970er Jahren stand auf dem Schloßplatz bis 2006 der Palast der Republik. Nach vielen teils heftigen Debatten begann 2013 die Wiederherstellung des Schlosses und hinter seiner rekonstruierten Barockfassade zeigt es ab September 2020 als Humboldtforum Kunst und Kunsthandwerk aus aller Welt.

Weitere Beiträge von Jürgen Valdeig

Eine Dauerausstellung der Namensgeber: „Einblicke. Die Brüder Humboldt“ wirft Schlaglichter auf ihr Wirken und die Zeitumstände, in denen sie sich bewegt haben. Die thüringische Firma „Metallart Taubert“ aus Greiz übernahm die Kupferarbeiten und hochkomplexe Eindeckung der rekonstruierten Schloss-Kuppel, auf der in 60 Meter Höhe nun eine goldene Laterne mit einem Kreuz emporragt.

In den 1920er Jahren bluehten Kultur und Wissenschaft im verwaisten Berliner Schloss
Eine Postkarte mit Originaltext „Königl. Schloß und Denkmal Kaiser Wilhelms des Großen“ (Berliner Stadtschloss), wahrscheinlich herausgegeben zwischen 1900 und 1920, Verlag unbekannt. © epd | akg-images / Historisches Auge